Wer Bäume fällt, braucht eine Genehmigung

Wie viele Bäume wurden in den vergangenen fünf Jahren in Arendsee gefällt? Antwort: 480

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Wer Bäume fällt, braucht eine Genehmigung. Die meisten Arendseer haben zuvor eine solche eingeholt. Wer sie aber nicht hat, zahlt ein Bußgeld.

Arendsee. Wie viele Bäume wurden in den vergangenen fünf Jahren in Arendsee gefällt? Diese Anfrage hatte die Fraktion der Linken jüngst gestellt – und Bürgermeister Norman Klebe am Montagabend während der Stadtratssitzung die Antwort darauf gegeben.

Laut Informationen des Hauptamtes wurden in den vergangenen fünf Jahren 480 Bäume mit Genehmigung gefällt. „Ersatzpflanzungen wurden entsprechend der Baumschutzsatzung angeordnet“, so Klebe. Nur in Ausnahmefällen wurde darauf verzichtet – dann, wenn eine Ersatzanpflanzung schon bei der Antragstellung nachgewiesen wurde. „Die Ersatzanpflanzungen sind schriftlich anzuzeigen, was auch in den meisten Fällen ordnungsgemäß erfolgt“, sagte Klebe. Ergänzte aber, dass „eine vollständige Kontrolle aus personellen Gründen nicht möglich ist. “.

In den Jahren 2016/17 seien die Fällgenehmigungen extrem angestiegen. Grund dafür waren, so der Ortschef, die starken Stürme in diesen Jahren. Die dazu führten, dass sehr viele Bäume Schaden genommen hatten und im Rahmen der Gefahrenabwehr gefällt werden mussten.

Meistens handelte es sich bei den beantragten Fällungen um Nadelbäume, es sind rund 80 Prozent. „Diese wurden vor Jahren gepflanzt und hatten meist eine Größe erreicht, wo sie Wohngebäude gefährdeten und eine Beeinträchtigung für die Nachbargrundstücke waren“, ergänzte gestern Hauptamtsleiterin. Vor größeren Baumfällungen an der Lindenstraße, Birkenhain und im Gewerbegebiet wurde ein Fachmann hinzugezogen, der entsprechende Notwendigkeit der Maßnahmen bestätigt hat.

Nur in einem Fall, so Klebe am Montag, sei eine nichtgenehmigte Fällung angezeigt worden, daraufhin wurde ein Bußgeld erhoben. Gegen Grundstückseigentümer, die wegen der Gefahrenabwehr Bäume gleich nach dem Sturm ohne Genehmigung gefällt haben, wurde kein Verfahren eingeleitet, hieß es. Die Verwaltung sei beim illegalen Fällen oft auf Hinweise angewiesen, um Ordnungswidrigkeitsverfahren einzuleiten.

Von Harry Güssefeld

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