Neubau soll auf bisheriger Trasse verlaufen und nicht näher am Dorf

B190 n: Gestien will Abstand

Die Fahrzeuge fahren im Abstand von einem Kilometer am Arendseer Ortsteil Gestien vorbei. Dies soll nach dem Willen der Einwohner auch so bleiben. Wann genau die B190 n als Zubringer für die A 14 entsteht, ist noch unklar. Fotos (2): Ziems

Gestien. Das Thema B190 n, die als Zubringer für die A 14 fungieren soll, lässt die Gestiener nicht los. Eine erneute Einwohnerversammlung am Montagabend brachte Klarheit.

„Im Raum Arendsee soll die vorhandene Trasse genutzt werden“, erklärte Bauamtsleiter Gert Reckling, der sich beim Straßenbauamt in Stendal informiert hatte. Diese Aussage hörten die Einwohner in der einstigen Gaststätte der Familie Schmidtke gern. Hatten sie doch auf Grund der Vermessungsarbeiten vermutet, dass die neue Straße näher an den Arendseer Ortsteil rückt. Doch die Gestiener wollen Abstand.

Auf den Plänen wird dieser Wunsch berücksichtigt. Die B190 n soll aus Richtung Leppin – dort ist eine Umgehung geplant – auf die vorhandene Fahrbahn entlang der Seestadt geführt werden und dann auf die für Kläden vorgesehene Umgehung münden. Geplant ist zudem die Erweiterung auf eine dritte Spur. Damit können die Einwohner leben. Sie gaben Gert Reckling und Bürgermeister Norman Klebe mit auf den Weg, immer wieder über Neuigkeiten zu informieren – dies sei beim Bau der Umgehungsstraße Anfang der 1990er Jahrenicht so reibungslos gelaufen.

Unklarheiten gibt noch bei der Anzahl der Ab- sowie Auffahrten. Neben der Kreuzung „Seeadler“ könnte es diese Möglichkeit wie bisher im Bereich des Gewerbegebietes geben. Fest steht dies erst, wenn weitere Planungsunterlagen auf den Tisch kommen und dann auch von jedem Interessierten im Rathaus eingesehen werden können. Wann dies geschieht ist ungewiss. Dies gilt außerdem für mögliche Lärmschutzprojekte. Allerdings meinte Gert Reckling, dass sich Anlieger dafür im Vorfeld stark machen müssen. Diese Erfahrung sei unter anderem beim geplanten Bau der A14 nahe Osterburg gemacht worden.

Diskussionen um den Verlauf der B190 n gibt es auch im Bereich des Ortsteiles Kläden. Die Straße soll zwischen dem Dorf und dem Nachbarort Kraatz verlaufen (AZ berichtete). Die Einwohner wollen statt dessen, dass die Trasse der derzeit stillgelegten Eisenbahnlinie genutzt wird. Dafür müsste das Gelände entwidmet werden, dies sei bisher nicht geschehen.

Von Christian Ziems

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