Fachfirma soll Konstruktion reparieren

Der Ausblick ist getrübt: Steganlage unterhalb der Klosteranlage gesperrt 

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Per Flatterband wird deutlich gemacht: Die Steganlage unterhalb der Seeterrassen und der Klosteranlage ist derzeit nicht nutzbar. Eine Fachfirma soll die Konstruktion reparieren.

Arendsee – Der Saisonstart – seit 1. April muss in Arendsee Kurtaxe bezahlt werden – birgt derzeit noch etliche Hindernisse. Denn einige Attraktionen sind nicht nutzbar.

So liegt das Schiff „Queen“ an Land, der Seeweg ist aufgrund einer Baustelle (Oberfläche wird erneuert) nicht komplett nutzbar, und es gibt eine weitere schlechte Nachricht.

Am Zugang zur kommunalen Steganlage unterhalb des Klosters hängt ein Flatterband – sie ist gesperrt. Bauteile wurden abgebaut und liegen an Land. Einheimische sowie Touristen nutzten die idyllische Lage gerne, um zu angeln und den schönen Ausblick zu genießen.

Wie Bauamtsleiterin Monika Günther gestern auf Nachfrage der Altmark-Zeitung informierte, gibt es erneut Materialprobleme. Konkret: So genantes Trompetenblech hält den Seegewalten nicht stand. Diese Erkenntnis wurde bereits am alten Standort der Anlage (Schramper Eck) gesammelt. Damals lösten sich bei Wellengang immer wieder Seitenteile.

Einige Bauteile liegen an Land, das jetzige Material hält den Seegewalten nicht immer stand.

Mit dem Versetzen in eine ruhigere Ecke des Sees konnten die Schwierigkeiten aber nicht gänzlich beseitigt werden. Arendsees Bauamtsleiterein versicherte, dass aktuell an einer Lösung gearbeitet werde. Dies bedeutet: Eine Firma wird den Steg wieder auf Vordermann bringen und damit nutzbar machen. Wann es so weit ist, steht aber noch nicht ganz genau fest. Voraussetzung ist, dass die Fachleute Zeit für das Arendseer Stegproblem haben. Der Auftrag wurde seitens der Stadt aber bereits ausgelöst. Bei Einheimischen sowie Gästen ist noch etwas Geduld gefragt, bevor dort wieder flaniert werden kann.

Hintergrund: 2003 gab es für diese kommunale Attraktion Fördergelder, die zunächst an der Badestelle Schramper Eck entstand – ein Schild zeugt bis heute davon. Es handelt sich um eine kleinere Variante der Zießauer Konstruktion nahe des Aussichtsturmes. Dort können die Vorzüge der Pontons, die auch zum Anlegen von kleinen Booten geeignet sind, weiter genossen werden.

Anders sah es immer wieder am Schramper Eck aus. Der Fördermittelgeber wies die Stadt 2015 darauf hin, dass der Zustand so nicht hinnehmbar sei. Dazu gehört ein „diskriminierungsfreier Zugang zu jeder Zeit“, wie die Investitionsbank die AZ 2015 informierte. Die Kommune reagierte und baute die Anlage zunächst ab und dann unterhalb des Klosters wieder auf. Die Zweckbindung für die damalige Förderung dauert übrigens noch bis zum nächsten Jahr an.

VON CHRISTIAN ZIEMS  

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