Schallschutz ja, aber keine Brücke

Ausbau „Amerika-Linie“: Projektleiter informiert über Fleetmark und Lübbars

So könnte Fleetmark rund um den Bahnübergang nach Abschluss aller Baumaßnahmen aussehen.
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So könnte Fleetmark rund um den Bahnübergang nach Abschluss aller Baumaßnahmen aussehen. Besonders auffällig sind die grünen Schallschutzwände. Deren Farbgebung soll mit der Gemeinde festgelegt werden.
  • Jens Heymann
    vonJens Heymann
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Wer am Mittwochabend ein wenig Sitzfleisch mitbrachte, wurde durch die Online-Informationsveranstaltung der Deutschen Bahn zum Ausbau der Bahnstrecke Stendal-Uelzen genau informiert. Projektleiter Andreas Hartwig sprach im Laufe des Abends alle anliegenden Orte an sowie die Maßnahmen, die dort in Sachen Schallschutz und Schienenkreuzung angedacht sind.

Arendsee / Magdeburg – Auch das Gebiet der Einheitsgemeinde Arendsee ist durch die Ertüchtigung der sogenannten „Amerika-Linie“ betroffen. Im Jahr 2030 sollen täglich bis zu 236 Züge über die Gleise fahren (2020: 85), davon allein 180 Gütertransporte – 100 tagsüber und 80 nachts, das heißt ab 22 Uhr. Nach wie vor soll die zweigleisige Strecke ihren vollen Betrieb im Jahr 2028 aufnehmen.

Für den Bahnhof Fleetmark hat der Ausbau direkte Konsequenzen: So sollen die Bahnsteigkanten von 100 auf 170 Meter verlängert werden, damit der Haltepunkt zukunftsfähig sei, hieß es.

Auch in Sachen Lärmschutz will die Bahn aktiv werden. Für Lübbars sind Lärmschutzwände von zwei bis drei Metern Höhe vorgesehen. Außerdem soll es ein „besonders überwachtes Gleis“ geben. Das bedeutet, dass die Schienen bei Bedarf glatt geschliffen werden, um Rollgeräusche zu minimieren. Für die wenigen Gebäude nördlich der Bahn soll es hingegen nur passive Schutzmaßnahmen geben, sprich speziell isolierte Fenster und Ähnliches.

Für Fleetmark plant die Deutsche Bahn bis zu fünf Meter hohe Schallschutzwände ab dem Bahnhof bis zirka einen Kilometer in Richtung Rademin. Ein niveaufreier Bahnübergang (Brücke oder Tunnel) für die Landesstraße 1 steht nicht in der Liste und ist laut Hartwig auch nicht vorgesehen. Der Grund: nicht notwendig. Das betrifft übrigens alle Arendseer Bahnübergänge. Andreas Hartwig erteilte auch eine Absage auf finanzielle Unterstützung für neue Rettungstechnik.

Kerkau und Ortwinkel spielen im Übrigen keine Rolle. Für einzelne Gebäude bei Rademin sind passive Schallschutzmaßnahmen geplant.

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