Es soll mit Sacharbeit weitergehen

Arendseer Wirtschaftsausschuss hat nach langer Zeit weitgehend reibungslos getagt

Der Arendseer Wirtschaftsausschuss am Dienstagabend im „Haus des Gastes“
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Der städtische Wirtschaftsausschuss am Dienstagabend im „Haus des Gastes“: Vorsitzender Jens Reichardt (l.) leitete die Sitzung, die dieses Mal weitgehend normal verlief. Die teilweise turbulenten Ereignisse im April wurden allerdings am Rande thematisiert.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Niemand stand am Dienstagabend im „Haus des Gastes“ auf und verließ vorzeitig den Raum – der Arendseer Wirtschaftsausschuss verlief nach den doch eher turbulenten Ereignissen im April weitgehend normal.

Arendsee – Die Rückkehr zur Sacharbeit stand beim jüngsten Arendseer Wirtschaftsausschuss im Vordergrund, auch wenn – so der Eindruck von außen – durchaus noch Sand im politischen Getriebe der Einheitsgemeinde steckt.

Ausschussvorsitzender Jens Reichardt (Arendsee-Land / Freie Liste) richtete zu Beginn der Sitzung rückblickend einige Sätze an die Anwesenden: „Auch wenn ich der Auffassung der Kommunalaufsicht mit begründeten, durchgreifenden Bedenken begegne, so bin ich gewillt, diese im Interesse der Rückkehr zur Sacharbeit nicht weiterzuverfolgen. Mein Ziel ist und war es stets, ordentliche und von Sachkunde geprägte Arbeit für unsere Gemeinde zu leisten. Die Bürger, die uns in den Stadtrat gewählt haben, erwarten das von uns. Sollte ein anderer Eindruck entstanden sein, so bedauere ich das.“

Diese Worte wirkten erst einmal, bevor ganz am Ende des öffentlichen Teils Reaktionen dazu vorgetragen wurden. Reichardts Fraktionskollege Sven Schottenhamel bekräftigte seine Hoffnung auf einen respektvollen Umgang aller Ausschussmitglieder untereinander. Er hoffe außerdem, dass die Konstellation in Zukunft zu toller Arbeit führe. Die Mitglieder sollten aufhören, sich gegenseitig Vorwürfe zu machen, schloss Schottenhamel.

Tino Zachhuber, Matthias Goyer (beide CDU / SPD) und Thomas Schlicke (Linke), jene drei Ausschussmitglieder, die im April die Zusammenarbeit mit Jens Reichardt aufgekündigt hatten, zeigten sich am Dienstag nicht so ganz versöhnlich. Zachhuber bemängelte, dass der Vorsitzende die Ereignisse zwar gegenüber den Bürgern bedauere, aber keine Entschuldigung gegenüber den drei Stadträten aussprach. Die Weiterarbeit im Wirtschaftsausschuss stellte der Ratsherr jedoch nicht infrage.

Thomas Schlicke meinte, dass es „nur konsequent ist, wenn das noch mal Thema im Stadtrat wird“. Und Matthias Goyer fand es schade, dass Jens Reichardt die Ereignisse so darstelle, als ob er gar keine Schuld daran trage.

Zum Hintergrund: Im April hatten die drei Stadträte Zachhuber, Schlicke und Goyer die Sitzungen jeweils vorzeitig verlassen. Die Ursache dafür war offenbar ein gestörtes Vertrauensverhältnis zum Vorsitzenden. Zwischenzeitlich hat es eine interne Aussprache gegeben.

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