Wahrzeichen ohne Wert

Arendseer Wasserturm hat seit Jahren keine Aufgabe mehr

Der Arendseer Wasserturm aus der Nähe betrachtet.
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Der Arendseer Wasserturm aus der Nähe betrachtet.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Er verursacht keine direkten Kosten, aber einen echten Nutzen hat der Arendseer Wasserturm auch nicht mehr. Moderne Pumpen haben das weithin sichtbare Bauwerk längst obsolet gemacht.

Arendsee / Osterburg – Und dennoch: Vor allem für Auswärtige, die aus Richtung Salzwedel zum Baden in die Stadt kommen und kamen, war der Anblick des 38 Meter hohen Bauwerks die Gewissheit, dass das Seewasser nicht mehr weit weg ist. Nostalgie kann ein starker Faktor sein.

Beim Wasserverband Stendal-Osterburg, dem Eigentümer, gibt es keinen Aktionismus. Der Turm werde nicht abgerissen, versichert Geschäftsführer Mathias Ploewka. Dafür bestehe keine Notwendigkeit. Kosten habe es in der Vergangenheit höchstens nach Stürmen wie „Kyrill“ gegeben, wenn sich einige Platten vom Bauwerk gelöst haben.

Zukunftspläne seien aber gleichfalls eher theoretischer Natur, erfährt die AZ. Eine in der Vergangenheit immer wieder hervorgeholte Idee wäre die eines Werbeträgers. Der Turm steht immerhin an der westlichen Einfahrt zur Stadt. Wie Mathias Ploewka andeutet, habe es diesbezüglich durchaus Gespräche gegeben – die sich aber durch die Corona-Pandemie seit einiger Zeit hinzögen.

Ein Verkauf steht übrigens nicht zur Debatte. Das stellt der Verbandsgeschäftsführer klar. Denn der Arendseer Wasserturm befindet sich in einem Wasserschutzgebiet. Eine Nutzung welcher Art auch immer wäre aufgrund der strengen Bestimmungen nur eingeschränkt möglich. Das Areal an der Salzwedeler Straße ist mit einem Zaun abgesperrt. Schwer vorstellbar, dass der Verband dort einen fremden Eigentümer haben wollen würde.

So bleibt den Neugierigen der Blick von außen. Und natürlich die Erinnerungen an den Anblick aus der Ferne.

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