Winterschwimmen mit bunt gekleideten Teilnehmern und interessierten Gästen

Arendseer Wasser soll den Körper stärken

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Bereits bei der Erwärmung wurde deutlich: Der Spaß kommt nicht zu kurz. Während die Gardelegener Eisspringer die Farbe Gelb als Erkennungsmerkmal ganz offensichtlich in ihr Herz geschlossen haben, sind die Brandenburger Eisbären an den Mützen zu erkennen.

Arendsee. Warum sollten Menschen bei 4,5 Grad Wasser- und drei Grad Lufttemperatur baden? „Ich muss das einfach machen. Das Eisbaden gibt mir einen Kick“, fand Uwe Walter auf die Frage schnell eine Antwort

Der Arendseer war beim Organisieren des inzwischen 14. Winterschwimmens am Sonnabend federführend. Er geht nicht nur während dieser Veranstaltung regelmäßig im Herbst und Winter in den See. 

Etliche Besucher suchten sich am Ufer ein Plätzchen und schauten sich das Spektakel in Ruhe an. Zum 15. Winterschwimmen 2019 soll die Veranstaltung noch größer gestaltet werden.

Ein Vorteil, den Uwe Walter am eigenen Leib spürt, ist das gestärkte Immunsystem: „Ich bin weniger erkältet. “ Laut Medizinern wird zudem die Durchblutung gefördert und der Kreislauf angekurbelt. Trotzdem sollte nicht einfach so ins kalte Wasser gegangen werden (siehe unten).

Altmärkische Eisbader-Verbundenheit: Dr. Petra Zelfel (Lückstedt) und Lothar Herold (Salzwedel) sind bei den Arendseer Saunis aktiv.

Wer mehr über das Hobby erfahren möchte, kann sich per E-Mail an Uwe Walter wenden (Uwe.Walter1@gmx.de). Die Arendseer Saunis sind kein Verein, sondern eine Interessengruppe. Sie gehen während der kühleren Jahreszeiten alle 14 Tage gemeinsam in die „blaue Perle“ und besuchen weitere Eisbade-Veranstaltungen. Interessierte können sich anschließen.

Mit Fröhlichkeit ins Wasser: Die Samsbader aus dem Bördekreis freuten sich sichtlich auf die Abkühlung.

Viel Erfahrung haben auch die anderen Gruppen, die das 14. Winterschwimmen auf dem Gelände der Taucher mit Leben erfüllten. In bunter Kleidung, mit Fahnen und Maskottchen ging es in die Fluten. Arendsees Bürgermeister Norman Klebe zollte den Teilnehmern seinen Respekt. Er selbst blieb wie viele andere Neugierige auch lieber mit Jacke am Ufer stehen. Dort kümmerte sich der Förderverein der Feuerwehr um das leibliche Wohl. Neben den Arendseer Saunis waren folgende Gruppen mit dabei: Eisspringer Gardelegen, Brandenburger Eisbären, Aländer (Seehausen), Cumloser Brackratten (Brandenburg) und die Samsbader (Samswegen / Bördekreis). Der Termin für das 15. Arendseer Winterschwimmen steht bereits fest: Sonnabend, 19. Januar 2019.

Von Christian Ziems

Eiskaltes Badevergnügen am Arendsee

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Eisbaden

Die Teilnehmer aus Cumlosen (Brandenburg) zeigten den Zuschauern ihr Maskottchen: Eine künstliche Brackratte.

Untrainierte und Unerfahrene sollten sich langsam an die kühlen Temperaturen herantasten. Dies könnte zum Beispiel mit Wechselduschen oder Kneipp-Bädern geschehen. Interessierte sollten nie alleine, sondern immer in Gruppen baden gehen. Da besonders Hände und Füße schnell an Körperwärme verlieren, gilt es die Hände in die Luft zu halten. Die Füße lassen sich mit Neoprensocken schützen. Der Kopf sollte nicht untergetaucht werden und die Badezeit maximal fünf Minuten betragen. Nach dem Eisbad ist warme Kleidung wie ein Bademantel ratsam. Dem Körper sollte dann auch Zeit zur Regeneration eingeräumt werden. Deutschlandweit gibt es zwischen 2000 und 3000 Eisbader. Bei der Arendseer Gruppe machen derzeit 25 Winterschwimmer mit.

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