Hecht im Karpfenteich

Arendseer Tanklöschfahrzeug Kamaz könnte Diskussion im Land anstoßen

SPD-Innenexperte Rüdiger Erben (v.l.) schaute sich das Kamaz-Fahrzeug mit Bürgermeister Norman Klebe und Stadtwehrleiter Hans-Joachim Hinze auch von oben an.
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SPD-Innenexperte Rüdiger Erben (v.l.) schaute sich das Kamaz-Fahrzeug mit Bürgermeister Norman Klebe und Stadtwehrleiter Hans-Joachim Hinze auch von oben an.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Es sei wichtig, dass mal ein paar Hechte in den Karpfenteich geworfen werden, kommentierte SPD-Landtagspolitiker Rüdiger Erben, als er sich Freitagnachmittag das noch neue Arendseer Tanklöschfahrzeug, den Kamaz, anschaute. Was der Feuerwehrexperte der Sozialdemokraten damit meinte: Konkurrenz könnte Bewegung in den teuren deutschen Markt für Löschtechnik bringen.

Arendsee – Erben staunte nicht schlecht, wie weit er mit seiner Kostenschätzung für das polnisch-russische Einsatzfahrzeug danebenlag. Auf rund 450 000 Euro taxierte er den Dreiachser, 250 000 Euro hat Arendsee lediglich bezahlt. „Die Debatte müssen wir mal insgesamt führen“, erklärte Erben mit Blick auf eventuell deutlich preisgünstigere zentrale Beschaffungen im Land. Er sei froh, mit dem Beispiel Arendsee nun eine Diskussion eröffnen zu können. Wichtig sei zudem, das Fahrzeug selbst gesehen zu haben. Polnische Feuerwehrtechnik sei in vielen deutschen Kommunen nichts Unbekanntes, hieß es beim Treffen mit Stadtwehrleiter Hans-Joachim Hinze und Bürgermeister Norman Klebe im Arendseer Gerätehaus.

Ein zweites Arendseer Projekt stieß ebenfalls auf reges Interesse des Landespolitikers. Denn die Feuerwehr arbeitet mit der Fontane-Schule zusammen. Von 26 teilnehmenden Schülern hätten sich acht bei Wehren angemeldet.

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