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Arendseer Strandbad steht womöglich vor großem Umbau

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Von: Jens Heymann

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Eingangsbereich zum Arendseer Strandbad
Noch gehören Kasse und Eintritt zum Alltag des Arendseer Strandbads. Das könnte sich ändern. Entsprechende Ideen über den Umbau des Areals gibt es. © Heymann, Jens

Sollen die Tore des Strandbads in Arendsee dauerhaft geöffnet werden? Diese Frage, die ein Umdenken im Bewirtschaften des östlichen Arendseer Uferareals zur Folge hätte, wird derzeit intern und ab und an auch öffentlich diskutiert.

Arendsee – 30 Jahre sei es nun so gewesen, wie es ist, meinte Bürgermeister Norman Klebe zuletzt sinngemäß in einer der politischen Zusammenkünfte im Rathaus. Aus dem Naturbad könnte eine öffentliche Badestelle, ähnlich wie in Schrampe, werden. Damit wäre das Badegelände ganzjährig zugänglich; lediglich in der Hochsaison von Mai bis September würde es einen Rettungsdienst geben. Gäste müssten außerdem keinen Eintritt zahlen.

Laut Bürgermeister Klebe hätten nicht öffentliche Gespräche gezeigt, dass sich die Mehrheit des Stadtrates mit dieser Neuausrichtung anfreunden könnte. Nach AZ-Informationen wäre jedoch frühestens im kommenden Jahr mit der Umstellung auf eine öffentliche Badestelle zu rechnen. Denn die Luftkurort-Arendsee-GmbH, die das Strandbad betreibt, benötigt entsprechenden Vorlauf. Außerdem wolle Stadtchef Klebe im Falle einer Entscheidung für den Umbau mit den großen Gästeeinrichtungen (Integrationsdorf, KiEZ usw.) reden. Insbesondere aus dem Integrationsdorf war in der Vergangenheit der Wunsch eines besseren Zugangs zum See geäußert worden.

Wie die AZ weiter erfuhr, sei die Idee dazu während der schwierigen Suche nach einer neuen Rettungskraft im vergangenen Jahr entstanden. Dazu kommen Probleme wie die Corona-Pandemie und der niedrige Wasserstand, die zusammen beispielsweise den Betrieb der Wasserrutsche verhindern.

Bei einer öffentlichen Badestelle würden solche Anlagen, die unbeaufsichtigt eine Gefahr darstellen, verschwinden. Und damit auch Wartungskosten und die Haftung. Weitere Umbauten wären allerdings nötig – dazu gibt es eine Reihe von Ideen, über die bereits intern diskutiert wird.

Am Ende soll die Rechnung aber stimmen. Die Rettungsdienstkosten müssen wieder eingespielt werden, lautet beispielsweise eine Voraussetzung. Der Zaun, der theoretisch nicht benötigt würde, hätte wohl dennoch seine Berechtigung. Um etwa unerwünschte Fahrzeuge vom Strand fernzuhalten.

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