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Arendseer haken wegen Schäden an Seetribüne nach

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Von: Jens Heymann

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Das Arendseer Strandbadgelände mit Rutsche (l.), Steg und Seetribüne
Das Strandbadgelände mit Rutsche (l.), Steg und Seetribüne: Nachdem der Arendseer Stadtrat entschieden hat, die Holzkonstruktion rechts im Bild umbauen zu lassen, mehren sich die kritischen Stimmen im Ort. © Heymann, Jens

Der Umbau der Seetribüne in Arendsee zu einer Plattform ist zwar seit Februar formell beschlossene Sache, aber dennoch treten nun verstärkt die Kritiker an dem Vorhaben in die Öffentlichkeit. Beim Wirtschaftsausschuss am Montagabend im Arendseer „Haus des Gastes“ waren dies Segler-Club-Chef Ulrich Seedorff und Einwohner Tom Klein.

Arendsee – Sie hätten Fragen, hieß es passenderweise während der Einwohnerfragestunde. Was die beiden ganz besonders interessierte: Wer hat das Gutachten über die seit zwei Jahren in Teilen gesperrte Seetribüne erstellt? Und sei es außerdem geplant, einen unabhängigen Sachverständigen zu beauftragen? Ulrich Seedorff meinte, er könne an den tragenden Holzteilen der Seetribüne keine so gravierenden Schäden feststellen.

Der Ausschuss-Vorsitzende, Jens Reichardt (Fraktion Arendsee-Land / Freie Liste) überließ das Beantworten dieser Fragen seinem Sitznachbarn, Bürgermeister Norman Klebe. Der Stadtchef erklärte, es habe damals eine Besichtigung durch den Planer und den Zimmermeister der Seetribüne gegeben. Er ließ durchblicken, dass die angefertigte Dokumentation über die Schäden genügen soll. Bedeutet im Umkehrschluss: Ein weiteres Gutachten soll es nicht geben. Das alles sei bereits seit längerer Zeit und mehrfach durchdiskutiert worden. Die beiden Bürger verwies er auf den nächsten Bauausschuss und bot ihnen alternativ einen Termin im Rathaus an. Der Umbau der Tribüne passe besser zur angestrebten Konzeptänderung im Strandbad, schob Klebe noch hinterher. 2023 nannte er als ein mögliches Jahr, ab wann der Zugang zum Strandbad anders geregelt werden könnte.

Jens Reichardt begrüßte es, wenn sich Bürger in die Thematik einbringen, kritisierte gleichzeitig die in der Stadt kursierenden Wurfzettel einer anonymen Bürgerinitiative. Man solle sich kooperativ und nicht konfrontativ einbringen. Über das, was mit der Seetribüne noch geschehen soll, sei ohnehin übermäßig viel geredet worden.

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