Organisatorisch alles im Griff

Arendseer Fontane-Schule auf Distanzunterricht vorbereitet

Die Arendseer Fontane-Schule
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Die Arendseer Fontane-Schule ist ab Mittwoch in den Distanzunterricht übergegangen. Einige Lehrer wollen die Zeit nutzen, die in der nächsten Zeit angedachten Videokonferenzen mit ihren Schülern zu testen.
  • Jens Heymann
    vonJens Heymann
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Ab heute wird es in der Arendseer Fontane-Ganztagsschule deutlich leerer. Aufgrund der derzeit hohen Corona-Inzidenz (über 165) ist wieder Distanzunterricht angesagt.

Arendsee – Doch Schuldirektor Thomas Schlicke bleibt gelassen. Seine Bildungsstätte sei gut vorbereitet, sagt er der AZ. Mit der Einführung der digitalen Schulmanager-Plattform lasse sich Unterricht auch aus der Ferne koordinieren. Jeder Lehrer habe auf verschiedene Lernmodule Zugriff und könne so seine Schüler mit Aufgaben versorgen, zählt der Schulchef auf. Auch Nachrichten ließen sich über die Plattform verschicken. Geübt werde nun noch mit der Möglichkeit von Videokonferenzen zwischen Lehrern und Schülern.

Der durch das neue Infektionsschutzgesetz möglich gewordene schnelle Wechsel von Vor-Ort- und Fernunterricht (abhängig von der Inzidenz über einen Zeitraum) lasse sich zwar organisieren, so Thomas Schlicke, optimal sei das Ganze aber dennoch nicht. Den Schülern fehle so die Regelmäßigkeit; die Lernleistung leide ebenso unter dem Hin und Her.

Große Probleme sieht der Schuldirektor im Sozialen. Bei den eingangs erwähnten Videokonferenzen mit Schülern gehe es daher auch nicht primär um die Wissensvermittlung, sondern um das Aufrechterhalten des Kontakts zueinander. Ob in der Schule ab heute übrigens eine Notbetreuung erforderlich sein wird, sei gestern noch nicht bekannt gewesen, hieß es. Die Fontane-Schule sei aber auf jeden Fall darauf vorbereitet.

Zeit ist in der Corona-Ära ein wichtiger Faktor. Das volle Pensum sei bei Distanz- oder Wechselunterricht nicht möglich, erfährt die AZ. Auch die Testpflicht habe sich ausgewirkt, sagt der Arendseer Schuldirektor. 15 Minuten der ersten Stunde hätte das jedes Mal gekostet. Wie auch immer – auf eine Sache ist Thomas Schlicke stolz. Dass seine Schule noch keinen Corona-Fall hatte – Stand gestern Mittag. Die AZ klopfte sogleich auf Holz.

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