Reparieren und erweitern

Yoga-Rundweg-Initiatoren wollen sich von Vandalismus am Arendsee nicht unterkriegen lassen

Zwei Menschen betreiben Yoga in Arendsee. Im Hintergrund die „Queen Arendsee“.
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So soll es sein: friedliche Yoga-Übungen im Schatten der „Queen Arendsee“ am Eröffnungstag des Rundwegs im vergangenen Herbst. Mittlerweile ist jedoch vieles beschädigt worden – die Initiatoren wollen trotzdem weitermachen.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Rund ein halbes Jahr ist es nun her, dass der Arendseer Yoga-Rundweg eingeweiht wurde. Nach sechs Monaten fällt die Bilanz ernüchternd aus: Längst sind viele der Schilder demoliert worden.

Arendsee – Die Arendseer wollen sich davon nicht unterkriegen lassen. „Dass randaliert wird, wussten wir“, macht sich Ronald „Pitt“ Krüger von der Männertruppe „Aktiv für Arendsee“ keine Illusionen über den Hergang der Ereignisse am Yoga-Rundweg. „Am See etwas zu machen, ist grundsätzlich ein Risiko“, sagt er weiter. Zirka 150 Arbeitsstunden hatte seine Truppe ins Aufstellen der Schilder rund um den See investiert – ein Aufwand, der von Zerstörungswut nicht kleingemacht werden soll. Das meint auch „Pitt“ Krüger: „Wir reparieren das immer wieder. Da werden wir nicht lockerlassen.“

Die Reparaturarbeiten sind längst Thema in der Seestadt. Blechplatten mit Isolierung, damit es steif ist, hat Krüger im Sinn. Ob es gegen Fußtritte hilft, wird sich zeigen. „Die haben alle dieselbe Größe“, argwöhnt der „AfA“-Mann gegen den oder die unbekannten Vandalen.

Hinweise auf diese seien leider bislang nicht eingegangen, erklärt Kathrin Goyer, eine der Initiatorinnen des Yoga-Rundwegs. Sogar eine Belohnung in Höhe von 500 Euro war zwischenzeitlich ausgelobt worden. Immerhin „nette Kontakte“ zu Menschen, die helfen wollten, seien so entstanden, erfährt die AZ. Auch Kathrin Goyer will nicht kapitulieren. Im Gegensatz: Der Yoga-Rundweg soll sogar noch erweitert werden – um ein entsprechendes Angebot für Kinder.

„Wir machen das für die Stadt und die Bürger und nicht für uns“, erinnert Ronald Krüger an den Grund für den Arbeitsaufwand durch „Aktiv für Arendsee“. Das Reparieren der Schilder funktioniere auch in Zeiten von Corona. Die Zusammenarbeit bestätigt auch Initiatorin Kathrin Goyer.

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