Eine Idee mit vielen Hürden

Arendsee: Wohnmobilpark nicht mehr in diesem Jahr – Anderer Standort nicht geeignet

Auch der Parkplatz 2 am Harper Weg kam als Platz für Wohnmobile ins Gespräch. Doch dem Bürgermeister fehlt die Exklusivität.
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Auch der Parkplatz 2 am Harper Weg kam als Platz für Wohnmobile ins Gespräch. Doch dem Bürgermeister fehlt die Exklusivität.

Arendsee – Die Stadtratsfraktion der CDU / SPD hatte jüngst gefordert, dass neue Wohnmobilstellplätze am See im Bereich der Kasse 2 bis zum Jahresende realisiert werden.

Als Grund wurde angegeben, dass sich das Urlaubsverhalten in Deutschland zugunsten von Ferien im eigenen Land verschoben habe, die Wohnmobile die neuen Luxuszimmer auf Rädern seien. Der Antrag der Fraktion sollte die Initiative, das umzusetzen, beschleunigen. Doch man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass diese Umsetzung bis zum Jahresende einfach Utopie ist. Wichtigster Grund: die Suche nach Munition auf Antrag des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (wir berichteten). Bis in den Herbst hinein soll dort nach Granaten und Co gesucht werden. Zwischenzeitlich war auch der Ort als Lagerplatz für die Chemikalien für die angedachte Seesanierung ins Spiel gebracht worden. Somit dürfte das Gelände, auf dem die Wohnmobile stehen sollen, blockiert sein.

Jüngst hatte Stadtrat Jens Reichardt nach einer Wirtschaftlichkeitsberechnung für die Stellplätze gefragt. Die erwarte er von der Luftkurort-GmbH, die die Anlage betreiben will, wie er sagte. Doch die gibt es nicht.

Während der jüngsten Bauausschusssitzung kam ein anderer Aspekt zutage. Ein Einwohner hatte vorgeschlagen, die Wohnmobilstellplätze statt am See auf dem Areal des Parkplatzes 2 zu bauen. Der Grund: So würde es zu keinen Streitigkeiten bei der erweiterten Strandbadbenutzung (auch nach den offiziellen Öffnungszeiten) durch die Camper kommen. „Die Leute in den Wohnmobilen dürfen dann weiter baden, auch wenn schon längst geschlossen ist. Und die anderen schauen durch den Zaun zu“, hieß es. Bürgermeister Norman Klebe wolle diesen Vorschlag aufnehmen, erklärte aber gleichzeitig, dass es der Zweck dieser Stellplätze sein soll, dem Camper eine Exklusivität zur Verfügung stellen zu können. Und das gehe nicht auf dem Parkplatz 2, sondern nur am See. Entsprechende Anfragen habe es inzwischen bei der Kreisverwaltung gegeben (wir berichteten). Wann die Idee umgesetzt wird, ist fraglich. Aus dem Wohnmobil ein Blick auf den See zu werfen, das ist inzwischen rund um den See möglich: Durch illegale Standplätze, die es vor allem am Wochenende im Bereich Schrampe gibt. VON HARRY GÜSSEFELD

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