Bürgermeister Norman Klebe nannte die Orte: Leppin, Ritzleben und Binde

Arendsee will stationäre Blitzer

Gestern in Erxleben: Die Autofahrer sind gewarnt, die Blitzer arbeiten 24 Stunden am Tag. Arendsee wünscht sich auch solche Anlagen.
+
Gestern in Erxleben: Die Autofahrer sind gewarnt, die Blitzer arbeiten 24 Stunden am Tag. Arendsee wünscht sich auch solche Anlagen.

Arendsee – Den Einwohnern von Arendsee sind gefühlt die Geschwindigkeiten der Autos vor ihrer Tür zu hoch. Das wird immer wieder deutlich, wenn über geplante Maßnahmen an den Straßen debattiert wird. Jüngstes Beispiel ist der Birkenhain in Arendsee.

Wie berichtet, wird er bald zu einer Sackgasse. Dann hat die Raserei dort ein Ende, hoffen die Anwohner.

Am Rande des Ortstermins hatte Bürgermeister Norman Klebe verlauten lassen, dass es an der B 190 im Bereich der Einheitsgemeinde Stadt Arendsee irgendwann stationäre Blitzer geben könnte. Die möglichen Standorte sind bereits definiert: Leppin, Ritzleben und Binde. Auch Kläden war mit in der engeren Wahl, aber dort habe man sich erst einmal für die Ampelanlage entschieden. Mit der Hoffnung, dass der Verkehr dadurch auch langsamer wird. Denn die Autofahrer müssen jederzeit damit rechnen, dass Fußgänger die Straße frequentieren und die Bedarfsampel nutzen.

Klebe verwies auf die Lösung in Erxleben (Osterburg). Dort ist der Verkehr enorm höher als auf der B 190, und es hatte lange gedauert, bis eine stationäre Ampel aufgebaut wurde. Genau genommen sind es zwei – am Ortseingang und Ortsausgang. Das Tückische: Die Kameras können durch Umstellen in zwei Richtungen blitzen, so kann es ein, dass ein Autofahrer aus Richtung Osterburg in Richtung Stendal zweimal in Erxleben geblitzt wird.

Die Einnahmen der möglichen stationären Blitzer in Arendsee würden aber nicht direkt in die Arendseer Stadtkasse fließen. Sind die Geschwindigkeiten so hoch, dass ein Bußgeld erhoben wird, fließen diese Gelder direkt nach Magdeburg. Der Altmarkkreis profitiert von Verwarngeldern. Davon wären, wie im Fall der Erxlebener Säulen, die Mieten für die Anlagen zu bezahlen. Hinzu kommen auch die Kosten für Wartung, Verwaltungskosten sowie Porto und Papier für die Bescheide. Erfahrungsgemäß gibt es keine Probleme, mit den Säulen Geld zu verdienen. „Und wenn der Altmarkkreis damit Geld verdient, profitieren wir indirekt ja auch“, glaubt Norman Klebe. Und erzählte der AZ, dass er mit dem Altmarkkreis in Kontakt stehe, derartige Anlagen in den drei genannten Orten aufzubauen.

„Es geht um die Sicherheit der Bürger“, so Klebe. Dass diese Dörfer Hotspots sind, wenn es um Kontrollen geht, zeigt sich immer wieder: Ritzleben kennt in der Region jeder Kraftfahrer als mögliche Kontrollstelle – meist für Autofahrer aus Richtung Salzwedel gefährlich. In Leppin, dem lang gezogenen Dorf, wird es manchen Autofahrern auch zu langweilig – und sie drücken gern aufs Gaspedal. Auch darauf hat die Polizei reagiert. Und immer wieder fällt in den Pressemitteilungen die Ortslage Leppin auf – mit diversen Geschwindigkeitsüberschreitungen. Es lohnt sich, weiterhin vorsichtig zu sein. Bis eine Entscheidung getroffen ist, diese Blitzer aufzustellen, werden immer wieder plötzlich Polizisten die Autos anhalten: „Guten Tag, Geschwindigkeitskontrolle. Sie waren zu schnell.“  gü

VON HARRY GÜSSEFELD

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare