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Arendsee will Rathaus zukunftsfest beheizen – doch der Weg dahin scheint schwer

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Von: Jens Heymann

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Außenansicht des Arendseer Rathauses
Das Heizsystem im Arendseer Rathaus soll erneuert werden. Doch noch immer scheint es in dieser Sache mehr Fragen als Antworten zu geben, vor allem unter dem Eindruck deutlich gestiegener Energiepreise. © Privat

Eine regelrecht geopolitische Note hat die Suche der Arendseer Stadtverwaltung nach einer neuen Heizung für das Rathaus mittlerweile bekommen. Die dauert bereits viele Monate und scheint noch immer nicht so recht vom Fleck zu kommen.

Arendsee – Die Vorarbeiten sind dabei längst erledigt, wie Bauamtsleiterin Monika Günther dem Bauausschuss am Dienstag im Sitzungszimmer des Rathauses zusammenfasste. Die Bestandsaufnahme des Rathauses sei da, alle Varianten durchgegangen. Sicher sei, dass die bisherigen Nachtspeicheröfen nicht mehr bleiben können.

Doch, so der Eindruck der AZ, eine zwingende Alternative drängt sich bislang nicht auf. Gas und Hackschnitzel sind diskutiert worden. Ersteres hat seit dem Ukraine-Krieg und seinen Folgen allerdings bis auf Weiteres wohl keine rosige und vor allem kostengünstige Zukunft vor sich. Für raumgreifende Heizungsarten müsste wahrscheinlich ein Lager her, ergänzte Bürgermeister Norman Klebe. Möglich wäre eine gemeindeeigene Fläche hinter dem Rathaus.

Wie viele Privathaushalte stellt sich nun auch in der Arendseer Verwaltung die Frage, welche richtigen Schlüsse aus dieser Gemengelage gezogen werden können. Ob abgewartet werden sollte oder doch nicht? Dass die Heizungsfrage noch länger unbeantwortet bleiben könnte, war bereits im Januar angedeutet worden.

Ironischerweise könnte das Heizen mit Strom am Ende doch wieder attraktiv werden. Stadtrat Tino Zachhuber (CDU / SPD) brachte diesen Aspekt jedenfalls im Bauausschuss auf den Tisch. Denn der Strompreis werde sich angesichts des geplanten regenerativen Ausbaus günstiger als andere Energieträger entwickeln, ist der Stadtrat überzeugt. Auch sei im Rathaus die Infrastruktur schon da.

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