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Arendsee: Stadt will mit Sanierung des Kastanienwegs noch dieses Jahr beginnen

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Von: Jens Heymann

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Der Kastanienweg in Arendsee ist das nächste Straßenbauprojekt der Stadt. Die angrenzende Osterburger Straße steht ebenfalls auf dem Plan – an dritter Stelle.
Der Kastanienweg in Arendsee ist das nächste Straßenbauprojekt der Stadt. Die angrenzende Osterburger Straße steht ebenfalls auf dem Plan – an dritter Stelle. © Heymann, Jens

Die schlechtesten Straßen der Einheitsgemeinde befänden sich in Arendsee, heißt es gelegentlich aus der Kernstadt. Und auch wenn der Wille (und das Geld) zur Reparatur vorhanden ist, wollte es in diesem Jahr bislang nicht so richtig mit dem Start klappen.

Arendsee – Kastanienweg, Dessauer Worth und Osterburger Straße sind diejenigen, um die es geht. Holperpisten gibt es noch andere, von denen aber aktuell nicht geredet wird. Die Mühlenstraße ist so ein Beispiel für eine ordentliche Berg- und Talfahrt.

Der Kastanienweg im Osten der Stadt ist nach Aufzählung des Bauamts nun an der Reihe. Am heutigen Donnerstag sollen die eingegangenen Angebote geöffnet werden (sogenannte Submission). Im Oktober soll die Politik entscheiden, damit möglichst noch in diesem Jahr mit der Sanierung begonnen werden kann. So der Plan der Stadt.

Spekulationen, dass Straßenprojekte wie Dessauer Worth gestrichen worden seien, erteilte das Bauamt am Montag eine Absage. Was auf dem Plane stehe, laufe auch weiter, stellte Amtsleiterin Jasmin Scheffler klar. Dass es beim Dessauer Worth zu Verschiebungen kommen würde, stand im Prinzip auch schon zu Jahresbeginn fest. Die AZ berichtete im Februar.

Was offenbar viel Zeit gekostet hat, ist die Abstimmung mit Wasserverband und Kreisverwaltung. Ursprünglich sei es beim Kastanienweg nur um Fahrbahn, Gehweg und Beleuchtung gegangen, blickt Bürgermeister Norman Klebe zurück. Dann aber sei auch das Kanalsystem mit hineingekommen, woran sich Arendsee zur Hälfte beteiligen soll. Außerdem habe sich das Genehmigungsverfahren durch den Kreis hingezogen, so der Stadtchef, weil zwischendurch das Mischwassersystem auf der Kippe stand.

Die Unsicherheit ist trotzdem geblieben. Das lässt sich in Arendsee zwischen den Zeilen heraushören. Der Grund dafür sind die Kosten, die sich wohl schwer abschätzen lassen. Auch die Planer seien da vorsichtig geworden, war am Montag im Bauausschuss zu hören.

Dort war folglich seitens des Stadtrats Jens Reichardt (Arendsee-Land / Freie Liste) der Ruf nach Städtebauförderung zu hören. Er verwies auf andere altmärkische Gemeinden, die das so machen würden. Arendsee hingegen baue auf eigene Rechnung, obwohl die Stadt kein Geld zu verschenken habe, begründete Reichardt.

Von der Stadtverwaltung gab es eine scharfe Antwort: Dann müsste wieder von vorne begonnen werden. Nein, hieß es, nun müsse und solle es endlich losgehen.

Bauamtschefin Scheffler wolle sich voll auf die Projekte Kastanienweg und zeitnah hintendran Dessauer Worth konzentrieren. Danach stünde der erste Abschnitt der Osterburger Straße an.

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