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Was den Altmark-Luftkurort mit Kühlungsborn verbindet

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Von: Christian Wohlt

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Ein Spielplatz in Kühlungsborn trägt den alten Namen.
Ein Spielplatz in Kühlungsborn trägt den alten Namen. © Freier Mitarbeiter

Sommer, Sonne, Badestrand ... Altmärker verbringen die heißen Tage gern an ihrer „Perle“, dem Arendsee. Wer echtes Meeresfeeling sucht, mit langen Sandständen, Fischbrötchen und Bootsausflügen, kann das ebenfalls in Arendsee finden. Allerdings muss man dafür 250 Kilometer weiter bis an die Küste fahren. Das frühere Ostseebad Arendsee ist heute ein Teil von Kühlungsborn.

Arendsee / Arendsee – Dort gibt es nur noch wenige Spuren der Eigenständigkeit des beliebten Badeortes mit dem vertrauten Namen. Im Bewusstsein der Kühlungsborner ist Arendsee aber noch verwurzelt. Schließlich entstand ihr Ort erst in den 1930er-Jahren durch den Zusammenschluss dreier bis dahin selbstständiger Gemeinden. Der Name eines Hotels, ein Kinderspielplatz sowie eine Aufschrift an der Strandpromenade erinnern noch an das frühere Ostseebad Arendsee.

Die Namensgleichheit mit dem altmärkischen Luftkurort soll kein Zufall sein, weiß Ulrich Langer, Geschäftsführer der Tourismus, Freizeit und Kultur GmbH Kühlungsborn. Ursprünglich gehörten die Ländereien zu einem Kloster, in dem viele Nonnen lebten, die aus dem altmärkischen Arendsee stammten. Sie sollen dem Ort den Namen gegeben haben. Vor Jahren habe es auch mal einen offiziellen Besuch von Kommunalvertretern aus der Altmark gegeben. Eine engere Verbindung sei aber nicht entstanden, bedauert der Tourismuschef.

Die meisten Urlauber kennen das frühere Arendsee, dessen ältester Teil an der heutigen Reriker Straße zu finden ist, als Kühlungsborn West. Der Konkurrenz mit dem Nachbarn Brunshaupten hat das heutige Ostseebad Kühlungsborn einige Eigenheiten zu verdanken. So gibt es verschiedene Einrichtungen doppelt, wie die Bahnhöfe Ost und West oder die beiden Konzertgärten. Kühlungsborn erstreckt sich auf einem schmalen Streifen entlang des Meeres und behauptet von sich, die mit rund 3,5 Kilometern längste Strandpromenade an der Ostseeküste zu haben.

Die Bäderarchitektur zeichnet sich durch eine große Vielfalt aus. Verschiedene Epochen haben ihre Spuren hinterlassen. Vom lauschigen Strandhotel aus der Zeit um die vorige Jahrhundertwende, über funktionale Bauten aus DDR-Zeiten bis zum neuzeitlichen Luxus-Ressort ist an Unterkünften alles zu finden. Ein großer Camping- und Caravanplatz lädt die mobilen Gäste ein. Exklusive Restaurants, gemütliche Bars, Bistros und Cafés sorgen für kulinarischen Genuss.

In Sachen Kultur setzt der Badeort neben den klassischen Angeboten auch auf Modernes. In diesem Jahr feierte das „Seaborn“-Festival Premiere. Im Mittelpunkt des Events direkt am Strand standen Naturerlebnisse, Kunst und Kultur und Strandsportarten für Groß und Klein in atemberaubender Kulisse.

An Betätigungsmöglichkeiten mangelt es ebenso wenig. An der Seebrücke legen Ausflugsdampfer an. Ein besonderes Erlebnis verspricht die Ausfahrt mit dem Katamaran „Viamar“. Skipper und Bootseigner Jan Grunwald ist studierter Maschinenbauer und hat sein Segelhobby zum Geschäft gemacht. Von der Meeresseite aus lässt sich der beste Blick auf Kühlungsborn und das alte Arendsee werfen. www.kuehlungsborn.de

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