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Stadt Arendsee wagt nächsten Versuch, den Verkehr auf B 190 zu bremsen

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Von: Jens Heymann

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Vorbild für Arendsee: Im osterburgischen Erxleben wurden vor Jahren zwei stationäre Blitzer errichtet.
Vorbild für Arendsee: Im osterburgischen Erxleben wurden vor Jahren zwei stationäre Blitzer errichtet. © Güssefeld, Detlef

Da ist sie wieder, die Idee von stationären Blitzern in den Arendseer Ortsteilen, durch die die Bundesstraße 190 geht (Leppin, Kläden, Binde und Ritzleben).

Arendsee – Bürgermeister Norman Klebe erwähnte kürzlich am Rande des Ortschaftsrates Binde, dass die Stadt bei der Kreisverwaltung einen erneuten Antrag für das Aufstellen solcher Messeinrichtungen gestellt habe. Darüber hinaus soll bereits eine Bestätigung von Landrat Steve Kanitz vorliegen, dass das Arendseer Anliegen geprüft werde.

Aber war da nicht schon einmal etwas gewesen? Richtig, vor zwei Jahren gab es ähnliche Aussagen zur selben Thematik. Die Argumente damals wie heute waren gleich – es wird zu schnell gefahren, sodass bei manchen Anwohner sprichwörtlich die Hauswände wackeln.

Mobile Kontrollen würden ausreichen, habe die Kreisverwaltung zu jener Zeit das Arendseer Ansinnen abgelehnt, erinnert sich Bürgermeister Klebe. Nun sei jedoch der subjektive Eindruck entstanden, dass die Belastung durch den Straßenverkehr zugenommen habe, erläutert er den Hintergrund des neuen Anlaufs. Finanziell habe die Einheitsgemeinde jedoch nichts davon – dafür aber nachts Ruhe, so Klebe.

Im Ortschaftsrat Binde ging es um Beschwerden von Einwohnern, die 30 km/h als Höchsttempo auch auf anderen Straßen abseits der B 190 wollen. Offiziell zwar aufgrund der erhöhten Belastung durch die Umleitungsstrecke über Schernikau, aber der Eindruck von außen scheint sich dennoch zu erhärten, dass die Menschen in Binde im Gegensatz zum Durchgangsverkehr sehr gut mit Tempo 30 im Ort leben können. Dieses gilt mittlerweile seit einigen Jahren.

Woanders wird aktuell ebenfalls über Geschwindigkeiten auf den Straßen diskutiert. In Kerkau gebe es viele Beschwerden über Raser, hieß es jüngst im dortigen Ortschaftsrat. Die Lärmbelästigung sei aufgrund des schlechten Straßenzustands hoch. Tempo 30 wolle der Ortsrat auch nach Wegfall der Umleitungsstrecke beibehalten, so ein Beschluss.

Das Vorbild für Arendsee bei festen Blitzern ist Osterburg, konkret Erxleben. Dort blieb es nicht bei Absichtserklärungen, sondern es wurden Tatsachen geschaffen. Aber ganz zufrieden sind die Osterburger auch nicht. Denn der Blick richtet sich ins südlicher gelegene Ziegenhagen mit der kurzen Ortsdurchfahrt. Dort werde ein Blitzer an der Ampel gewünscht, um ihr mehr Nachdruck zu verleihen. Eine Idee lautet dabei, aus Kostengründen eines der beiden Erxlebener Geräte umzusetzen.

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