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Arendsees Bauausschuss vergibt Auftrag für Abriss der Seetribünenaufbauten

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Von: Jens Heymann

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Die Arendseer Seetribüne könnte in ihrer bisherigen Form bald Geschichte sein.
Die Arendseer Seetribüne könnte in ihrer bisherigen Form bald Geschichte sein. Die Stadtpolitik hat den Abriss der Aufbauten vergeben; geplant ist dieser im Januar. © Heymann, Jens

Der Umbau der Seetribüne im Arendseer Strandbad hat am Dienstagabend im nicht öffentlichen Teil des städtischen Bauausschusses einen weiteren Anstoß erhalten. Ganz konkret ist der Abriss der Aufbauten vergeben worden. Dies soll innerhalb weniger Tage im Januar geschehen, erfuhr die AZ aus der Verwaltung. Weil das finanzielle Auftragsvolumen 50 000 Euro nicht übersteigt, ist kein Votum des Stadtrates nötig.

Arendsee – Hinter dem Umbau steckt zunächst ein waschechter Abriss. Denn die Tribüne steht auf keiner Plattform. Nach den Arbeiten bleibt also lediglich die grundlegende Stahlkonstruktion übrig, die als Basis für neue Projekte dient.

Das verbaute Holz soll nach AZ-Information durch die beauftragte Firma entsorgt werden. Die Stadt wolle allerdings brauchbare Materialien für künftige Ausbesserungen behalten, hieß es.

Wie es konzeptionell weitergeht, darüber gibt es so manche Idee. Einiges davon wurde jüngst in der Wirtschaftsrunde der Stadt im Integrationsdorf vorgestellt. Möglich, dass Weiteres dazu hinter verschlossenen Türen besprochen wurde.

Lange bekannt ist der Vorschlag, den Tribünenort als Plattform gastronomisch zu vermarkten. Ungeachtet aller technischen Detailfragen scheint es auch weiterhin ein in der Stadt erstrebenswertes Ziel zu sein. Seitens der Luftkurort-GmbH-Führung wurden beispielsweise das Andocken des Fahrgastschiffes „Queen“ und Hochzeitsfeiern ins Spiel gebracht. Eine andere, möglicherweise ergänzende Idee umschreibt eine schwimmende Plattform mit Sprungturm. Dass sich das Wasser bis zur heutigen Seetribüne rar macht, ist ein bohrendes Problem. Vielleicht sollen auch die Sonnenbader stärker zum Zuge kommen.

Was davon am Ende umgesetzt wird und überhaupt umgesetzt werden kann, ist eine andere Sache. Darauf verweisen schon längst kritische Stimmen. So wurde beispielsweise zuletzt kaum noch öffentlich über das Öffnen des Strandbades und den damit einhergehenden Wegfall des Eintritts gesprochen. Denn diese Gelder müssten dann aus anderen Einnahmequellen kommen.

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