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Touristinfo-Aufgabenprofil liegt vor – wurde bislang aber kaum beachtet

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Von: Jens Heymann

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Die Arendseer Touristinfo im „Haus des Gastes“
Die Arendseer Touristinfo im „Haus des Gastes“ ist im Frühjahr in den Blickpunkt der Politik geraten. Seitdem sollte ein Aufgabenprofil erstellt werden. © Heymann, Jens

So kontrovers mitunter über die vom Stadtrat per Beschluss geforderte Tätigkeitsbeschreibung der Arendseer Touristinformation diskutiert wurde, so stiefmütterlich wird nun das vorgelegte Dokument behandelt.

Arendsee – Zunächst wurde immer wieder danach gefragt; als es dann fertig war, durften es Bürgermeister Norman Klebe und Luftkurort-Arendsee-Chefin Claudia Schulz nicht vorstellen – weder im Wirtschaftsausschuss noch im jüngsten Stadtrat vor der Sommerpause.

Stattdessen sollen die 41 zusammengetragenen Stichpunkte erst einmal im Infosystem der Stadt nachlesbar sein (was sie sind) und später durch die Abgeordneten der Einheitsgemeinde behandelt werden. Der Grund dafür beruht offenbar darauf, dass sich die Stadträte nicht inhaltlich vorbereiten konnten.

Aber was erachten denn Verwaltung und GmbH als essenziell für die Touristinfo? An erster Stelle stehen Gästeservice und -information. Wer also etwas wissen will, dem soll geholfen werden. Schon in den folgenden Punkten betonen Klebe und Schulz deutlich die Zusammenarbeit mit Partnern sowie die öffentliche Wahrnehmung. Das ist ein gelegentlich in politischen Gremien vorgetragener Kritikpunkt. Erinnert sei an dieser Stelle etwa an die als bislang mangelhaft empfundene Zusammenarbeit mit dem Altmärkischen Regionalmarketing- und Tourismusverband, der das Kloster in Jerichow prominenter bewerbe als die Anlage in Arendsee, so der Vorwurf aus der Politik.

Weiter hinten in der Tätigkeitsliste folgen Aufgaben wie Analysen, Kurtaxe sowie Sauberkeit und Ordnung. Wer die gesamte Stichpunktliste lesen will, schaut im Bürgerinformationssytem auf der Stadtinternetseite nach. Sie ist in den Anlagen des Juli-Stadtrates zu finden.

Das Ganze sollte ursprünglich zum 31. Mai dem Stadtrat vorliegen. Beschlossen worden war dies Mitte März. Trotzdem zu kurz, wie Bürgermeister Klebe dem Rat erklärte. Neben dem Tagesgeschäft habe auch das Stadtfest organisiert werden müssen. Die Forderung nach dem Bericht war ohnehin von Anfang an umstritten – doch die Mehrheit wollte es so.

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