Ehrenamt mit Bonus in diesem Jahr

Arendsee: Suche nach Wahlhelfern läuft - Corona-Impfung zugesagt

Das Foto zeigt Wahlkabinen in Leppin.
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Die Wahlen zum Landtag stehen Anfang Juni an. Die Einheitsgemeinde Arendsee sucht derzeit noch nach Wahlhelfern. Diese sollen in der Impfreihenfolge nach vorne rücken. Das Foto zeigt Wahlkabinen in Leppin.
  • Jens Heymann
    vonJens Heymann
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Still und leise kommt die nächste Wahl immer näher. Der Sonntag, 6. Juni, der Tag, an dem über ein neues Landesparlament abgestimmt wird, klingt noch so fern, ist aber tatsächlich nur noch ein paar Wochen entfernt. Davon zeugen nicht zuletzt die vielen Wahlplakate an den Straßen.

Arendsee – Auch in der Einheitsgemeinde Arendsee werden Helfer für eine ordnungsgemäße Abstimmung gesucht. Den entsprechenden Hinweis dafür hat Bürgermeister Norman Klebe bereits Mitte März unterschrieben. Von rund 160 gesuchten Wahlhelfern ist dort die Rede – das dürfte allerdings die Obergrenze sein. Für die 17 zu besetzenden Wahllokale in der Einheitsgemeinde sind lediglich knapp über 100 Pflicht; sechs Helfer pro Lokalität.

Rund 80 Personen sind bereits gefunden, zog Hauptamtsleiter Michael Niederhausen am Dienstagabend im Ordnungsausschuss eine Zwischenbilanz. Die Gemeinde sei spät dran, weil landesseitig lange Zeit nicht klar gewesen sei, ob die Wahl regulär oder als reine Briefwahl stattfinden soll. Beunruhigt schien Niederhausen allerdings nicht zu sein – die Gespräche mit den Ortschaften liefen, und alle seien noch nicht abtelefoniert worden.

Wie sich jeder leicht vorstellen kann, läuft in Corona-Zeiten kaum etwas so wie zuvor. Die Wahlen in diesem Jahr bilden da keine Ausnahme. Denn die Wahlhelfer rücken in der Impfprioritätenliste nach vorne. Wer eine Einberufung zur Wahl erhalten habe, könne sich bei der Kreisverwaltung für weitere Informationen melden, erfuhr die AZ. Da die Landtagswahl nicht allzu weit in der Zukunft liegt, erscheint ein rascher Impftermin logisch.

Die Impfpriorisierung für Wahlhelfer hat ungeahnte Folgen: Denn plötzlich fragen Leute nach der Wahlhelferaufgabe, die sich sonst eher bedeckt gehalten haben. Aus dem Arendseer Rathaus war beispielsweise von interessierten Anrufern zu hören, die zwar ursprünglich aus dem Gebiet stammen, ihre Zelte aber längst woanders aufgeschlagen haben.

Zumindest für die Landtagswahl gab es von Michael Niederhausen dazu ein Nein als Antwort. Wahlhelfer müssen demnach wahlberechtigt sein – heißt: Der Hauptwohnsitz muss im Land liegen.

Während so ein Wahlsonntag für manche eine lästige Pflicht ist, gibt es viele andere, die diese Ehrenaufgabe immer wieder gerne übernehmen. Manche würden auf den Anruf schon warten, schildert Michael Niederhausen. Unter den Wahlhelfern befände sich viel Stammpersonal, die in eingespielten Teams arbeiten. Aber auch einige Neue seien dabei, sodass sich eine gesunde Durchmischung ergebe, wie es heißt.

Gearbeitet wird üblicherweise im Zwei-Schicht-System. Der Aufwand wird mit 30 Euro entlohnt. Wer Interesse an der Arbeit als Wahlhelfer hat, kann sich im Arendseer Rathaus melden.

Übrigens: Die aktuellen Wahlhelfer werden gefragt, ob sie sich auch für die Wahl im Herbst zur Verfügung stellen, sagt der Hauptamtschef. Das Kalkül dahinter ist klar: So ist der Rekrutierungsaufwand später geringer.

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