Vor zwanzig Jahren noch mehr als 100000 Gäste

Strandbad und „Queen“ weit weg von früheren Zahlen

Das Strandbad Arendsee im Jahr 2013.
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Das Strandbad im Jahr 2013: Mit knapp 60 000 Gästen eine der besseren Saisons der jüngeren Geschichte.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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„Wir sind dabei, uns durchzubeißen“, hatte Sonja Nowak von der Luftkurort-Arendsee-GmbH bei der Auswertung der Tourismussaison gesagt. Zwei Jahre „totaler Stillstand“ (aufgrund von Corona); Zeit und Geld würden fehlen, ebenso große Reserven. Und 2022 werde wohl auch nicht besser, hieß es erst einmal vorsichtig.

Arendsee – In die schriftliche Auswertung der GmbH hat es zwischen all den aktuellen Zahlen zu Strandbad, Fahrgastschiff „Queen Arendsee“ und Campingplatz auch eine besondere Statistik geschafft – eine, die gut zwanzig Jahre bis vor die Jahrtausendwende zurückschaute.

Was da steht, dürfte eigentlich wenig erfreulich sein. Denn früher war zu Weihnachten nicht nur mehr Lametta am Baum, sondern auch deutlich mehr Publikumsaufkommen am See. Zwischen den Jahren 1999 und 2003 bewegte sich die Besucherzahl des Strandbads laut GmbH-Auswertung immer zwischen 60 000 und 120 000 Gästen. In diese Bereiche ist Arendsee in den Jahren seitdem nur noch zweimal vorgestoßen. Aber: Von 2005 bis 2012 waren es kaum mal 30 000 Besucher. Schwerere Zeiten hat es also auch schon gegeben.

Bei der „Queen Arendsee“, ein verlässliches Zugpferd für den Tourismus, wenn sie nicht repariert werden muss, zeigt der langfristige Trend seit zwanzig Jahren nach unten. Im Jahr 2000 waren es noch 40 000 Fahrgäste in einer Saison; in den beiden Corona-Jahren nun jeweils weniger als 10 000. Dazwischen nahm die Anzahl kontinuierlich ab.

Auch wenn sicherlich mal wieder einiges in den Campingplatz investiert werden müsste – die Übernachtungen steigen im Großen und Ganzen seit 2012 wieder an; auch ohne Pandemie. Das Jahr 1999 weist letztmalig mehr als 20 000 Übernachtungen aus. Aufgrund der derzeitigen Ungewissheit bei Reisen eine Zahl, die durchaus in Reichweite ist.

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