Gemischte Bilanz der GmbH

Arendseer Tourismus läuft noch nicht so richtig rund

Ein Modell des Arendseer Strandbads im „Haus des Gastes“
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Ein Modell des Arendseer Strandbads im „Haus des Gastes“: Der städtische Tourismus konnte sich bislang noch nicht voll entfalten, was an den anhaltenden Corona-Auflagen und am Wetter liegt. Hinzu kommen kleinere und größere Sorgenkinder wie etwa die marode Seetribüne.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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In der Woche sei das Strandbad leer, am Wochenende laufe es hingegen gut – vorausgesetzt, das Wetter spiele mit. Sonja Nowak von der Luftkurort-Arendsee-GmbH beschrieb dem Wirtschaftsausschuss jüngst den aktuellen Zustand des städtischen Tourismusgeschäfts.

Arendsee – Mit bislang rund 5400 Gästen liege das Zwischenergebnis seit Eröffnung des Strandbads Mitte Juni über dem Vorjahreswert (knapp 4000 Besucher), erläuterte Nowak. Es fehlten die Jugendlichen aus dem Kinder- und Elternerholungszentrum (KiEZ). Trotz massiver Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie werde versucht, noch ein paar Veranstaltungen zu organisieren, erfuhren die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses. Zu diesem Zeitpunkt hatten sie eine Begehung der Anlage hinter sich.

Größere Baustellen gibt es ohnehin woanders. Der Parkplatzautomat sei hinüber; der Monteur nicht gekommen, schilderte Nowak weiter. Nun würden GmbH-Mitarbeiter und Zehntklässler aus der Fontane-Schule das Kassieren übernehmen, was gut laufe, aber kein Dauerzustand sei.

Weniger Übernachtungen gebe es bislang auf dem Campingplatz. Immerhin: Das Testen auf mögliche Corona-Infektionen habe sich mittlerweile eingespielt und die Leute sich dementsprechend entspannt. Das GmbH-Team sei dort noch nicht wieder komplett im Dienst.

Ein großes Sorgenkind bleibt die „Queen Arendsee“, so die Information aus der GmbH. Nur zehn bis zwölf Fahrgäste pro Tour würden nicht einmal die Treibstoffkosten decken. Am Angebot soll dennoch festgehalten werden. Zudem bestehe die Testpflicht weiterhin – zum Leidwesen der Arendseer. Denn wer erst 15 Minuten auf das Testergebnis warten muss, verpasst womöglich die pünktliche Abfahrt des Schiffes. Auch bei der „Queen“ würden vor allem die Busreisenden und die Kinder aus den großen Einrichtungen fehlen, konstatierte Sonja Nowak. Die außerdem den gesunkenen Wasserstand des Arendsees anführte, aber froh war, dass es bislang noch keine Probleme mit Blaualgen gebe.

Die GmbH hat festgestellt, dass derzeit viele Radfahrer für eine Nacht in Arendsee bleiben. Und diese würden sich über Beschilderung und Zustand der Wege um die Stadt beschweren, berichtete Sonja Nowak. Das betreffe auch den Altmark-Rundkurs.

Diesbezüglich wolle die Kreisverwaltung handeln, teilte unterdessen Arendsees Bürgermeister Norman Klebe mit. Den gestiegenen Radverkehr habe auch er beobachtet. In der Arendseer Politik gibt es aktuell eine Liste mit 15 Strecken, die neu gebaut werden könnten.

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