1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Arendsee

Arendsee: Stadt und Feuerwehr beschreiben Schritte bei Energieausfall

Erstellt:

Von: Jens Heymann

Kommentare

Das Gerätehaus am Dessauer Worth in Arendsee wird bei einem großflächigen Gas- und Stromausfall zum Knotenpunkt der Gemeinde.
Das Gerätehaus am Dessauer Worth in Arendsee wird bei einem großflächigen Gas- und Stromausfall zum Knotenpunkt der Gemeinde. Bürgermeister Norman Klebe (l.) und Stadtwehrleiter Marek Weiß stellten den Plan vor. © Heymann, Jens

Es war am Mittwochmittag eine schlichte Pressekonferenz mit einem nicht ganz so unerheblichen Thema: Arendsees Bürgermeister Norman Klebe, Ordnungsamtschef Michael Niederhausen und Stadtwehrleiter Marek Weiß stellten der Öffentlichkeit ihren „Maßnahmeplan für Strom- und Gasausfall“ vor. Den Handlungsleitfaden also, der im Fall einer großflächigen Energiekrise helfen soll, das potenzielle Chaos so gut wie möglich einzudämmen.

Arendsee – Um die Einleitung noch einmal aufzugreifen: Dieser Maßnahmeplan ist ebenso schlicht wie die Pressekonferenz. Er sieht im Fall der Fälle drei Stufen für die Einsatzkräfte und jede Menge Eigenverantwortung für die Bürger vor. Mit einer akuten Gefährdung wird allerdings auch in Arendsee nicht gerechnet. Eine Mangellage bei Gas und Strom sei nicht in Sicht, erklärte Stadtchef Klebe.

Nachdem vor einigen Monaten auf Kreisebene über Notfallsituationen gesprochen worden war, haben sich nun die Gemeinden ans Werk gemacht und konkrete Schritte entwickelt. Stadtwehrleiter Weiß und Ordnungsamtschef Niederhausen haben drei Phasen herausgearbeitet.

Die erste Phase beschreibt die Lage eine Stunde nach einem großflächigen Ausfall. Das Gerätehaus Arendsee und der dortige Stabsraum werden besetzt, ebenso die Notstromversorgung sichergestellt. Die vorrangigen Aufgaben bestehen in der Informationssammlung und -auswertung. In dieser Zeit wird auch davon ausgegangen, dass etwa der Mobilfunk noch funktioniert. Ansonsten steht Funk zur Verfügung.

Zwei bis vier Stunden nach Energieausfall, der zweiten Phase, sollen alle Gerätehäuser der Einheitsgemeinde mit ein bis zwei Kameraden bemannt werden. Notrufe sollen so weitergeleitet werden können. Die Ortswehrleiter, die den Maßnahmeplan bereits kennen, sollen sich Gedanken machen, wie die Arbeitsschichten und die Ablösung funktionieren.

Nach sechs Stunden beginnt die dritte Phase. Die Gerätehäuser Arendsee und Fleetmark werden mit je einer Staffel Einsatzkräfte besetzt. Fahrzeuge werden einsatzbereit gehalten, um etwa in Notfällen reagieren sowie Kontroll- und Versorgungsfahrten erledigen zu können.

Wie erwähnt, stehen die Bürger grundsätzlich in eigener Verantwortung. Sie sollen sich auch untereinander helfen. Die Gerätehäuser und Fahrzeuge dienen als aufzusuchende Orte bei Notfällen und bei der Weitergabe von Informationen. Sie sind kein zentraler Versammlungsort.

Auch interessant

Kommentare