1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Arendsee

Arendsee: Spielplatzförderung stößt nicht auf ungeteilte Zufriedenheit

Erstellt:

Von: Jens Heymann

Kommentare

Der Spielplatz am Kastanienweg in Arendsee gehört zu den neun Orten, die aufgebessert werden sollen.
Der Spielplatz am Kastanienweg in Arendsee gehört zu den neun Orten, die aufgebessert werden sollen. Die Stadt ist mit fast allen Förderanträgen durchgekommen. Doch es gibt auch Kritik und Änderungswünsche. © Heymann, Jens

Neun auf einen Streich: Beim Erweitern bzw. Erneuern von Spielplätzen sind in der Einheitsgemeinde Arendsee keine halben Sachen gemacht worden. Doch anstatt den Verantwortlichen dafür anerkennend auf die Schulter zu klopfen, sind Widerspruch und Änderungswünsche erstaunlich groß.

Arendsee – Kurzer Rückblick zur Einordnung: Mit einigem Stolz verkündete Arendsees Bürgermeister Norman Klebe die Fördermittelzusage für die Spielplätze in Kleinau, Genzien (neu), Harpe, Mechau, Thielbeer, Ritzleben, Kaulitz, Zießau (Aussichtsturm) und Arendsee (Kastanienweg). Aus 8400 Euro Eigenanteil hatte die Stadt 75 000 Euro Fördermittel von Land und EU eingeholt.

Doch schon im Schramper Ortsrat gab es erste Kritik. Am Aussichtsturm sei das „rausgeschmissenes Geld“, meinte Ratsherr Marek Weiß. Die neuen Geräte seien viel besser an der Zießauer Badestelle aufgehoben. Ortsbürgermeister Philipp Fölsch bemängelte ergänzend, dass sein Ortsrat im Vorfeld nicht einbezogen worden sei.

Die Reaktion von Stadtchef Klebe kam schon am folgenden Tag der AZ zu Gehör: Die Badestelle gehe als Standort nicht, weil der Boden dort Privateigentum sei – im Gegensatz zum Grund am Aussichtsturm. Die Geräte für die Spielplätze seien im Übrigen durch Wünsche der Ortschaften, durch den Sozialausschuss und aufgrund von höherer Förderchancen (barrierefreie Schaukeln) ausgesucht worden, schickte Klebe als Erläuterung hinterher. Allerdings gab er gegenüber der AZ zu, in manchen Fällen hätte es besser nochmal eine Konsultation mit den Ortschaften geben sollen, auch wenn die Frist für die Fördermittel knapp gewesen sei.

Im Bauausschuss ging die Diskussion weiter. Dieses Mal mahnte Tino Zachhuber (CDU / SPD) an, beim Spielplatzausbau lieber den einen oder anderen wegzulassen und dafür bestimmte Standorte – auch für Touristen – richtig auszubauen. Als Beispiel nannte er die Anlage in Heiligenfelde, die umfangreicher und weitläufiger sei. Doch bei derart großen Änderungen wollte die Stadtverwaltung nicht mitgehen. Eventuell aber bei einem neuen Fördermittelaufruf, so Arendsees Bauamtsleiterin Jasmin Scheffler.

Eine kleine Schlappe musste Arendsee nun offenbar doch einstecken. Der Spielplatz in Lüge war aufgrund eines zu kurzen Pachtvertrags zwischen Grundeigentümer und Stadt aus der Förderung gefallen. Mittlerweile sei der Fördertopf leer, erfuhr die AZ aus dem Rathaus. Nun soll ein neues passendes Förderprogramm abgewartet oder der Platz mit Haushaltsgeld aufgewertet werden.

Auch interessant

Kommentare