GmbH-Vorschau: 126 000 Euro plus / Zweifel an Wiederholung 2019

Arendsee: Sonne 2018 lässt die Kassen klingeln

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Ein voller Strand bedeutet volle Kassen: Tourismusfachleute lieben die Hitze, Landwirte eher nicht.

Arendsee – Die Luftkurort-Arendsee-GmbH hat bei der Frage, wie das Unternehmen abgeschlossen hat, kaum eine andere Antwort als: ein Defizit. So war es auch 2017. Danach befragt, musste Sonja Nowak jüngst vor dem Wirtschaftsausschuss Rede und Antwort stehen.

„Es war ein schwieriges Jahr für uns“, sagte sie, die im Jahr 2017 die Leitung für den erkrankten Chef Michael Meyer übernahm.

Zudem erlitt der Schwimmmeister gleich zu Beginn der Saison einen Betriebsunfall, sodass nach langer Suche ein Ersatz gefunden wurde – und somit auch mindestens drei Monate für diesen Posten doppeltes Gehalt gezahlt werden musste.

Und dann das Wetter. Regen und Wind sorgten für einen Großteil der Saison für Ausfälle im Strandbad. Und die „Queen“ musste andauernd repariert werden. Oft war es der Generator, der ausfiel. Mit jeder Fahrt fehlten bis zu 1000 Euro. „Wenn wir Windstärke fünf haben, darf die ,Queen’ nicht mehr fahren“, so Sonja Nowak vor dem Ausschuss, der im Eiscafé Holz in Fleetmark tagte.

Das Defizit für 2017 beträgt ganz konkret 17 283,66 Euro. Aber obwohl das Ergebnis für 2018 noch nicht vorliegt, wurde ein vorläufiger Wert genannt: 126 000 Euro – und dieses Mal nicht im Minus. Der Sommer ist der Grund – die heißen Temperaturen und damit die vielen Besucher am Strand, auf der „Queen“ und auf dem Campingplatz.

„Wir haben dieses Ergebnis allein dem Wetter zu verdanken“, so Sonja Nowak. Ob das im laufenden Jahr das Ergebnis wieder erreicht werden kann, sei fraglich, so Michael Meyer. Denn allein durch den Ausfall der „Queen“ im Mai – das Schiff wurde saniert und fuhr am 30 Mai erstmals wieder, fehlen der GmbH rund 50 000 Euro an Fahrgeldern. Der Sommer ist auch erst seit wenigen Tagen ein wirklicher Badesommer – im Vorjahr gab es seit April diese unbarmherzige Hitze.

VON HARRY GÜSSEFELD

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