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Solarkataster für Region vorgestellt

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Von: Jens Heymann

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Mit dem Solarkataster lässt sich jedes Hausdach auf sein Photovoltaikpotenzial untersuchen.
Mit dem Solarkataster lässt sich jedes Hausdach auf sein Photovoltaikpotenzial untersuchen. Dieses soll, so war zu hören, groß sein. Es ist kostenfrei im Internet unter www.obviewsly.de/altmark abrufbar. © Repro: Jens Heymann

Die Sonne schickt keine Rechnung, heißt es so schön. Dafür ist sie aber wählerisch, wo ihre Lichtenergie am stärksten scheint.

Arendsee – Welche Hausdächer in der Altmark und damit auch in der Einheitsgemeinde Arendsee sonnenverwöhnt sind und welche nicht, listet seit einigen Monaten ein Sonnenkataster auf, das durch die Energiegenossenschaft Helionat in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen GeoFly (beide aus Magdeburg) entwickelt wurde.

Helionat-Vorstand Jörg Dahlke stattete nun Arendsee auf Einladung von Jens Reichardt im Rahmen des Wirtschaftsausschusses einen Besuch ab. Mit dem Solarkataster könne jeder das Photovoltaikpotenzial seines Hausdaches wirtschaftlich durchrechnen lassen, erklärte Dahlke. Es sei nichts Verbindliches, sondern solle einen ersten Eindruck vermitteln.

Aber warum interessiert sich eine Genossenschaft aus der Landeshauptstadt für altmärkische Dächer? In der Region bestehe noch großes Potenzial und sei deswegen ausgewählt worden, meinte der Gast dazu. Helionat selbst betreibt sogenannte Bürger-Solar-Anlagen – etwa in Magdeburg, Wanzleben und Thale.

Ein Blick in das Kataster zeigt, dass beispielsweise Häuser an Arendsees innerörtlichen Hauptverbindung, der Friedensstraße mit den Verlängerungen nach Osten und Westen, für Photovoltaik auf den nach Süden gerichteten Dächern gut geeignet wäre. So auch die südliche Parallelstraße Dessauer Worth, die Grundschule und einige der großen Mehrfamilienhäuser.

Dem Ausschussvorsitzenden Reichardt ging es mit dem Besuch von Jörg Dahlke allerdings noch um etwas anderes. Denn den Genossenschaftsgedanken, der in Magdeburg umgesetzt wurde, will Reichardt auch in Arendsee etablieren, wie er meinte. Als Beispiel nannte er die Wärmeversorgung. Wie Dahlke vorher ausgeführt hatte, ergebe sich durch Bürgermodelle eine bessere Wertschöpfung für die Region im Gegensatz zu einem externen Investor. Reichardt dankte für den Anstoß.

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