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Arendsee sichert sich Fördermittel für mehrere Spielplätze

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Von: Jens Heymann

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Der Spielplatz in Harpe gehört zu denen, die mit neuen Geräten aufgebessert werden sollen.
Der Spielplatz in Harpe gehört zu denen, die mit neuen Geräten aufgebessert werden sollen. Konkret geht es um eine barrierefreie Jumbo-Schaukel, ein Netzspiel, ein Wippschaukeltier und eine Sitzgelegenheit. © Heymann, Jens

Für diese Nachricht spendierte Arendsees Bürgermeister Norman Klebe der AZ 18 Seiten Papier. Acht Spielplätze in der Einheitsgemeinde sollen erheblich aufgewertet werden, einer in Genzien neu entstehen.

Arendsee – Dafür gibt es seitens des Landes und der EU rund 75 000 Euro Fördermittel. Der Eigenanteil Arendsees beträgt rund 8400 Euro. Die nominelle Förderquote beträgt 90 Prozent.

Anstatt mit den im Haushalt eingestellten 10 000 Euro einzelne Spielplätze zu modernisieren und das womöglich über Jahre, ist in der Stadt ein anderer Weg gegangen worden. Die Haushaltsgelder dienten nun als Eigenmittel, um an erheblich höhere Fördergelder zu kommen und so mehrere Spielplätze zeitnah in Angriff nehmen zu können. Die Wahl von teilweise barrierefreien Spielgeräten habe Vorteile im Förderprozess gebracht, so Bürgermeister Klebe.

Neben acht vorhandenen Spielplätzen soll es mit Genzien auch einen neuen geben. Dieser soll in der Nähe der Kirche entstehen, lautet die Info aus dem Rathaus.

Im Frühjahr hatten drei junge Einwohner aus Ritzleben im Rathaus bei Verwaltung und Politik die Möglichkeiten eines Bolzplatzes für ihr Dorf ausgelotet. Für Ritzleben steht tatsächlich ein Fußballtor auf der Anschaffungsliste. Das Ganze wird dem Anschein nach jedoch in den Spielplatz integriert.

Wie Bürgermeister Klebe weiter mitteilte, werde das Bauamt eine Gesamtausschreibung mit neun Losen vorbereiten. Der Stadtchef hofft auf die gesamte Fertigstellung bis Jahresende.

Auf Holz als Gerätematerial wird mittlerweile zwecks längerer Haltbarkeit verzichtet. Metall und Kunststoff sind stattdessen angesagt.

Einen Wermutstropfen gibt es dann aber doch: Der Antrag für den Spielplatz Lüge musste zurückgestellt werden. Die dortige Fläche gehört einer Privatperson, die diese an die Stadt verpachtet. Für die Förderrichtlinien muss aber ein deutlich längerer Zeitraum als bisher schriftlich vereinbart werden. Die Stadtverwaltung will laut Stadtchef mit dem Eigentümer einen angepassten, konformen Vertrag abschließen. Im Herbst soll dann für Lüge ein neuer Antrag beim Fördermittelgeber gestellt werden, um auch diesen Spielplatz wie die anderen aufwerten zu können.

Spielplätze im Detail

Kaulitz: Jumbo-Schaukel, Netzspiel und Halfpipe. Gesamtkosten: 7960 Euro, Förderung: 7160 Euro

Arendsee, Kastanienweg: Jumbo-Schaukel, Einer-Reck, Nestschaukel und Sitzbank. 8680 Euro, davon 7810 Euro Förderung.

Zießau, Aussichtsturm: Jumbo-Schaukel, Netzspiel und Wippfedertier. 6310 Euro, davon 5680 Euro Förderung.

• Ritzleben: Jumbo-Schaukel, Fahrradständer, Fußballtor, Sitzbank und Basketballkorb. 10 100 Euro, davon 9100 Euro Förderung.

Thielbeer: Jumbo-Schaukel, Netzspiel und Karussell. 9050 Euro, davon 8150 Euro Förderung.

Mechau: Jumbo-Schaukel, Netzspiel, Kletterpyramide und Sitzbank. 10 340 Euro, davon 9300 Euro Förderung.

Harpe: Jumbo-Schaukel, Netzspiel, Wippschaukeltier und Sitzbank. 8100 Euro, davon 7280 Euro Förderung.

Genzien, Nähe Kirche: Jumbo-Schaukel, Netzspiel, Wippschaukeltier und Sitzbank. 8100 Euro, davon 7280 Euro Förderung.

Kleinau: Jumbo-Schaukel, Kinderkarussell, Seilbahn und Wackelsteg. 15 470 Euro, davon 13 920 Euro Förderung.

(Die Jumbo-Schaukeln sind barrierefrei. Die Gesamtkosten sind jeweils inklusive Aufbau und Fallschutz.)

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