Pläne und Gedankenspiele

Seetribüne-Rückbau zu Plattform könnte Anfang zu mehr sein

Leer und ungenutzt – so hat sich die Seetribüne im Arendseer Strandbad in den vergangenen Jahren häufig präsentiert.
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Leer und ungenutzt – so hat sich die Seetribüne im Arendseer Strandbad in den vergangenen Jahren häufig präsentiert. Nun könnte ihre letzte Stunde geschlagen haben. Der Rückbau zu einer Plattform wird favorisiert.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Noch vor wenigen Wochen wurde über das weitere Schicksal der Arendseer Seetribüne nur vorsichtig gesprochen. Mittlerweile hat sich der Rückbau auf eine Plattform als favorisierte Zukunftslösung herauskristallisiert und wird immer offener diskutiert.

Arendsee – Allein die Kostenzusammenstellung durch den Planer und die Erlaubnis des Fördermittelgebers, der Investitionsbank Sachsen-Anhalt, stünden noch aus, hieß es zuletzt aus dem Rathaus. 150 000 Euro sind trotzdem vorsorglich im Haushalt für das kommende Jahr reserviert worden. Noch nicht verbindlich; der Stadtrat soll ohnehin aus den dann möglichen Varianten auswählen.

Dass der alten Tribüne womöglich nicht sonderlich viel hinterhergetrauert wird, ergibt sich aus dem Optimismus, der in Gesprächen immer wieder aufblitzt. Eine Strandbar könnte sich auf der Plattform einmieten; dem Ort ein neues Urlaubserlebnis geben und das alte Trauerspiel vergessen machen. Die nun morschen Sitzplätze dienten in der Vergangenheit kaum einem Zweck. Freiluftkino und Wettkämpfe waren gut gemeint, aber letztlich nur kurze Zwischenspiele.

Eine Plattform würde insofern Sinn ergeben, als dass der Steg und der Unterbau der Tribüne nach Expertenmeinung aus dem Sommer noch in Ordnung seien. Und wie der Sommer ebenfalls gezeigt hat, finden vor allem jüngere Strandbadbesucher Gefallen an der Möglichkeit, vom Steg ins Wasser zu springen. Was im flachen Uferbereich nicht geht. Sogar der Schwimmmeister blieb ganz entspannt – er hat seinen Arbeitsplatz gleich vor Ort.

Zusammen mit den geplanten Stellplätzen für Wohnmobile bzw. Caravans stehen im Arendseer Strandbad richtungsweisende Entscheidungen an. Dabei soll es sogar ganz grundsätzliche Überlegungen bezüglich eines zukunftsfähigen Badebetriebs geben. Die Rede ist dabei von Planspielen, was denn wäre, würde es den trennenden Zaun nicht mehr geben, das Strandbad also offen wäre.

Da rollt auf die kommende neue Luftkurort-GmbH-Chefin, Claudia Schulz, gleich eine ganze Welle an Arbeit zu. Nicht umsonst gibt es Forderungen aus der Politik, schnellstens mit ihr das Gespräch zu suchen und Vorstellungen auszutauschen. Da die Saison vorbei und der Winter lang ist, steht auch reichlich Zeit zur Verfügung.

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