1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Arendsee

Stadtpolitiker sprechen über Kompensation für Folgen des Niedrigwassers im Arendsee

Erstellt:

Von: Jens Heymann

Kommentare

Der niedrige Wasserstand des Arendsees zeigt sich an einigen Stellen ganz besonders, etwa am Zießauer Steg.
Der niedrige Wasserstand des Arendsees zeigt sich an einigen Stellen ganz besonders, etwa am Zießauer Steg. Daraus ergeben sich neue Situationen. © Heymann, Jens

Geht das Wasser weg, kommt so manche Wahrheit ans Licht. Und manchmal entstehen dabei auch neue, aber nicht immer gewollte Möglichkeiten.

Arendsee – So oder so ähnlich lässt sich das anhaltende Niedrigwasser des Arendsees einordnen. Stadtratschef Frank Rossau (Arendsee-Land / Freie Liste) stieß am Montagabend im „Haus des Gastes“ während der dortigen Ausschusssitzung jedenfalls einen neuen Blickwinkel auf die Folgen von Dürre und Wassermangel an. Der Stadt entstünden Kosten durch die Veränderungen im Landeseigentum See, meinte Rossau. Erhalte Arendsee denn dafür irgendeine Form von Kompensation?, stellte er als Frage in den Raum. Nach einer Diskussion erklärte sich Bürgermeister Norman Klebe schließlich bereit, eine entsprechend formulierte Nachricht nach Magdeburg zu schicken.

Aber welche Form von erhöhtem Aufwand kann für Arendsee überhaupt durch weniger Wasser im See entstehen? Ein noch frisches Beispiel ist der Bombenfund am Südufer, der für einen halben Tag das öffentliche Leben in der Kernstadt aus dem gewohnten Takt brachte. Ein anderer angesprochener Punkt sind neue, offiziell nicht zugelassene Badestellen, die ein erhöhtes Müllaufkommen zur Folge haben. Und die Male, wo Bagger und anderes schweres Gerät anrücken mussten, um Dünen im Strandbad zu entfernen sowie den Anlegeplatz für die „Queen Arendsee“ zu vertiefen. Wenngleich das laut Bürgermeister schnell und flexibel gelöst werden konnte.

Die Gesprächsrunde drehte sich auch um die Stege am Ufer. Da sei das Land als Seeeigentümer immer hinterher, hieß es im „Haus des Gastes“. Neue Stege seien fast unmöglich zu realisieren; alte würden zunehmend den Wasserkontakt verlieren.

„Wir müssen auf das Land zugehen und unsere Befindlichkeiten klar formulieren“, erklärte Thomas Schlicke (Linke). Uwe Walter von der Fraktion CDU / SPD warnte, keine schlafenden Hunde zu wecken, denn schließlich hätte das Land in der Vergangenheit am liebsten alle Badestellen geschlossen.

„Das stellen wir uns lieber nicht vor“, sagte Jens Reichardt (Arendsee-Land / Freie Liste). „Aber auch nicht, dass überall gebadet wird.“

Auch interessant

Kommentare