Noch nicht in Jubiläumslaune

Festlichkeiten 2022: Arendsees Stadtchef beklagt maue Resonanz und Ratsherr zu langsame Vorbereitung

Der Arendsee
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Im kommenden Jahr sollen in Arendsee 1200 Jahre Seeeinbruch und 150 Jahre Kurbetrieb gefeiert werden. Dafür muss noch viel vorbereitet werden.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Ein wenig ernüchternd war es schon, was Arendsees Bürgermeister Norman Klebe da ganz am Ende der Stadtratssitzung am Dienstagabend im Integrationsdorf über den Stand der Festvorbereitungen für das kommende Jahr sagte.

Arendsee – Nur zwei bis drei Rückmeldungen auf den Ideenaufruf für 1200 Jahre Seeeinbruch und 150 Jahre Kurbetrieb, wenig bis gar keinen Rücklauf aus den Orten und dann auch noch öffentliche Kritik durch Stadtrat Thomas Schlicke (Linke). Der Ratsherr monierte den seiner Meinung nach zu langsamen Fortschritt der Vorbereitungen. Die nächsten Schritte sollten zügig eingeleitet werden, meinte der Politiker. Allein beim Aufstellen des Festkomitees sei viel Zeit vergangen.

Ohne Gegenwehr wurden die Worte Schlickes aber nicht aufgenommen. Es gab Verweise auf vergangene und kommende Sitzungen des Sozialausschusses, in denen das geplante Jubiläum Thema war bzw. sein werde. Demnach dürfte es am kommenden Dienstag in der Arendseer Grundschule, dem Tagungsort dieses Ausschusses, neue Infos zum Stand der Vorbereitungen geben.

Zwangsläufig kommen immer wieder Vergleiche mit der 825-Jahr-Feier Arendsees vor zwölf Jahren auf. Mindestens ein Dreivierteljahr habe die Vorbereitung benötigt, erinnert sich einer der maßgeblichen Organisatoren von damals, Gebhard Wolf, gegenüber der AZ. Fast jeden Abend sei er irgendwo vorstellig geworden, um beispielsweise die Auftritte für den großen Festumzug abzuklären. Und was nicht vergessen werden sollte: Zu jener Zeit gab es über Wochen jeden Tag eine Pressekonferenz mit Infos.

Er habe freie Hand gehabt, sagt Gebhard Wolf rückblickend. Wenn da nun einhundert Leute herumwirtschaften, laufe das seiner Meinung nach nicht. Nicht optimal lief damals der Verkauf der Heimatbücher. Davon blieben Hunderte übrig. Vermutlich zu teuer, schätzt Wolf.

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