GmbH verteidigt Preisgestaltung und verweist auf wirtschaftliche Zwänge

Arendsee: Kritik an Saisonkarte „unbegründet“

Die Besucher werden in der kommenden Saison für den Eintritt ins Strandbad mehr zahlen müssen. Der Betrag für die Familien-Saisonkarte steht noch nicht fest.
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Die Besucher werden in der kommenden Saison für den Eintritt ins Strandbad mehr zahlen müssen. Der Betrag für die Familien-Saisonkarte steht noch nicht fest.

Arendsee – Die Luftkurort-Arendsee-GmbH soll gemäß der Forderung des Stadtrates möglichst ohne Zuschüsse auskommen. Dass das meistens nicht gelingt, ist bekannt.

Mehr Geld lässt sich auf der einen Seite durch erhöhte Einnahmen, aber auch durch sparsameres Wirtschaften erreichen.

Nun hat sich die Geschäftsleitung der GmbH entschieden, die Eintrittspreise im Strandbad, aber auch die Fahrpreise der „Queen“ anzuheben. „Wir müssen uns angesichts der für uns notwendigen Erhöhungen oft rechtfertigen, doch wer die Zahlen kennt, weiß, dass wir keine andere Wahl haben“, erklärte die stellvertretende Chefin der GmbH, Sonja Nowak, auf Nachfrage der AZ.

Hintergrund: Die geplante Erhöhung der Familiensaison-Karte von 75 auf 125 Euro hat derart Wellen geschlagen, dass darüber noch einmal geredet werden soll. „Noch ist es nicht entschieden“, so Sonja Nowak. Grund dafür ist der Einwand von Stadtrat Matthias Goyer, der glaubt, die Familien damit über Gebühr zu belasten (wir berichteten).

Sonja Nowak aber betont, dass es wirtschaftliche Zwänge gebe. „Bei genauer Betrachtung ist die Familienkarte für 125 Euro noch ein Schnäppchen“, erklärte sie. Bei Einzel-Saisonkarten für Erwachsene und Kinder würden bei einer vierköpfigen Familie 200 Euro zu zahlen sein.

„Ich weiß nicht, was da nicht zu verstehen ist“, hieß es gestern. Wenn die vier Einzelpersonen für je eine Saisonkarte zusammen 75 Euro mehr zahlen, dann sparen sie doch mit der Familienkarte. Angesichts dieser Tatsache lehne sie die Kritik nicht ab, machte aber deutlich, dass diese unbegründet sei.

Und außerdem sei in der Vergangenheit die FamilienSaisonkarte eher verschleudert worden. „Nun, wo wir darauf achten müssen, auch Geld zu verdienen, werden unsere Überlegungen nicht geteilt“, so die Vize-Chefin.

Die Kosten steigen in allen Bereichen. So auch im Bereich des Lohnes. „Wir zahlen hauptsächlich Mindestlohn. Das ist kein Geheimnis. Und da dieser steigt, steigen auch die Belastungen des Unternehmens“, erfuhr die AZ. In der Post befänden sich immer wieder Briefe, in denen Preiserhöhungen für Bier, Cola, Müll und Versicherungen angekündigt werden. „Wir können und wollen da nicht stillhalten, wenn uns die Kosten nicht erschlagen sollen“, meinte Sonja Nowak.

VON HARRY GÜSSEFELD

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