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Scharfe Kritik an der Internetseite des Altmark-Tourismusverbands

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Von: Jens Heymann

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Das Arendseer Kloster ist einer der kulturellen Anziehungspunkte in der Seestadt.
Das Arendseer Kloster ist einer der kulturellen Anziehungspunkte in der Seestadt. © Heymann, Jens

Während des Arendseer Wirtschafts- und Tourismusausschusses am Mittwoch im Rathaus hat es einige ernste Worte in Richtung des Altmärkischen Regionalmarketing- und Tourismusverbands gegeben. Der würde Arendsee nicht ausreichend auf seiner Internetseite präsentieren. Die Reaktion folgte nun.

Arendsee / Tangermünde – Die Kritik aus Arendsee war nicht ohne: Die Einheitsgemeinde spiele beim Altmärkischen Regionalmarketing- und Tourismusverband (ART) keine Rolle. Da werde auf der Internetseite www.altmark.de lieber für das Jerichower Kloster geworben, anstatt die Anlage in der Seestadt zu nehmen. In der Liste der Bademöglichkeiten tauche der See erst gar nicht auf, und auch bei Wanderwegen und Restaurants schneide Arendsee eher dürftig ab. Da sei doch viel mehr möglich, hieß es jüngst im Wirtschafts- und Tourismusausschuss der Stadt. Und obendrein komme dazu, dass Arendsee den ART, immerhin ein kommunaler Zweckverband, noch mitfinanziere.

Die scharfen Worte aus der Sitzung am Mittwoch im Rathaus sind mittlerweile bis nach Tangermünde ins Ohr von ART-Geschäftsführerin Carla Reckling-Kurz gedrungen. Arendsee sei eines der „wichtigsten touristischen Produkte“ in der Altmark, sagt sie zunächst einmal recht diplomatisch. Um dann aber trotzdem schnell auf den springenden Punkt zu kommen: der vermutlich noch deutlich ausbaubaren Zuarbeit aus Arendsee.

Gerade davon hänge nämlich die Qualität der Inhalte auf der Altmark-Internetseite ab. Reckling-Kurz drückt es so aus: Wer nah dran ist, der hat auch bessere Informationen. Alle Mitgliedskommunen verfügen demnach über einen Zugang zur Internetseite. Manche seien diesbezüglich auch sehr engagiert. Die ART-Chefin zählt Gardelegen und Tangermünde auf. Dort würde sich Personen richtig reinknien. Das ART-Team könne es allein jedenfalls nicht leisten.

Auf www.altmark.de finden sich exakt 25 Einträge mit dem Stichwort Arendsee. Da sei sicher noch Luft nach oben, meint Carla Reckling-Kurz. Mit der Luftkurort-Arendsee-GmbH habe es viele Gespräche gegeben. Die beiden Seiten wollen sich zusammensetzen und abklären, wie Daten aus Arendsee besser erfasst und präsentiert werden können. Sie sehe da optimistisch in die Zukunft, so Reckling-Kurz.

Und das Kloster Jerichow? Darüber sei auch verbandsintern hin und her diskutiert worden, sagt die ART-Chefin. Aber sie denke gerne grenzüberschreitend, und Touristen sei es schwierig zu sagen, da höre die Altmark auf. Denn das Kloster in Jerichow sei eine große Attraktion.

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