Polizei reagiert auf Hinweise von Anwohnern und Ordnungsamt

Arendsee: Kreisverkehr heißt im Kreis fahren

So wird es gemacht: Dieser Autofahrer befuhr den Kreisel von der Alten Poststraße kommend, so wie es sein muss. Es ist kompliziert, heißt es immer wieder. Aber im Sinne der Verkehrssicherheit notwendig, so die Polizei.
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So wird es gemacht: Dieser Autofahrer befuhr den Kreisel von der Alten Poststraße kommend, so wie es sein muss. Es ist kompliziert, heißt es immer wieder. Aber im Sinne der Verkehrssicherheit notwendig, so die Polizei.

Arendsee – Ein Kreisverkehr ist eine gute Lösung. Wenn mehrere Straßen zusammentreffen und eine Vorfahrtsregelung generell schwierig ist. Einen solchen Kreisverkehr haben die Arendseer auch im Bereich Mühlen- und Koloniestraße, Alte Poststraße und Alte Thielbeerer Straße.

Von den Baufachleuten war der Kreisverkehr einst favorisiert worden, damit die Schulbusse, aus der Alten Poststraße kommend, im Kreisverkehr zurück auf die Alte Poststraße finden. Ohne kompliziert zu wenden.

Dieser Kreisverkehr gerät immer mal wieder in die Diskussion. Vor allem bei denen, die ihn täglich nutzen. Und so waren es Anwohner, die im Ordnungsamt der Stadt und bei den beiden Regionalbereichsbeamten (RBB), Polizeihauptkommissar Andy Winkler und Kriminalhauptkommissar Joachim Porsch, eine Anfrage starteten, inwieweit die Regelungen des Kreisverkehrs und der Umgang mit dem Bauwerk verändert werden könnte.

Es gehe dabei in erster Linie darum, die Runde nicht fahren zu müssen. „Was sich aber dort schlecht anders regeln lässt“, so die beiden RBB aus Polizeisicht. Gleiches war von Polizeioberkommissar Peter Klahs, dem Leiter der Verkehrsorganisation beim Polizeirevier Salzwedel, zu hören.

„Es ging bei unserem Ortstermin nicht darum, über bauliche Veränderungen zu reden. Diese Entscheidung treffen andere. Es ging darum, Entscheidungen vorzubereiten oder darüber nachzudenken, was die Leute bewegt, wenn sie die Anlage als nicht optimal einstufen“, so Klahs gegenüber der AZ. „Aktuell gibt es aus polizeilicher Sicht keine Alternative zu dem bestehenden Kreisel“, erklärte der Chef der Verkehrsorganisation.

Heißt: Alle Autofahrer haben sich an den Kreisverkehr zu halten. Vor allem die, die von der Alten Poststraße, der Mühlen- oder der Koloniestraße kommen und Richtung Bahnhof über die Alte Poststraße weiterfahren wollen, müssen die Runde drehen. Der Polizei, so hieß es, sei bewusst, dass einige Autofahrer das ignorieren. „Das kann böse ausgehen. Und deshalb wird es auch geahndet“, so die beiden RBB.

Während des Termins vor Ort hatte eine 82-jährige Autofahrerin, von der Koloniestraße kommend, links geblinkt und war in Richtung Alte Poststraße unterwegs – also verkehrt herum in den Kreisverkehr gefahren. Sie wollte „Sprit sparen“, indem sie den Kreisel ignoriert. Die Polizisten ließen es bei einer Ermahnung – verblüfft von dieser Ausrede.

VON HARRY GÜSSEFELD

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