Stadt hat ihre Hausaufgaben erledigt

Arendsee hofft auf 100-prozentigen Zuschuss für neues Feuerwehrhaus in Fleetmark

Freies Gelände
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Gegenüber der Grundschule Fleetmark soll das neue Feuerwehrhaus erstellt werden.
  • VonArno Zähringer
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In Fleetmark wird ein neues Feuerwehrhaus benötigt. Arendsees Bürgermeister Norman Klebe und der Stadtrat hoffen auf einen 100-prozentigen Zuschuss für das Projekt.

Fleetmark – Das Land Sachsen-Anhalt stellt weitere Fördermillionen für die Feuerwehren in Aussicht. Zur Freude von Arendsees Bürgermeister Norman Klebe. Denn die Städte und Gemeinden sollen laut einer Mitteilung des Ministeriums für Inneres und Sport in den Jahren 2021 bis 2023 rund 51 Millionen Euro finanzielle Mittel als Zuschuss bekommen. Neu ist dabei eine Förderung des Baus von Feuerwehrgerätehäusern sowie die Schaffung von Löschwasserentnahmestellen aus EU-Mitteln aus dem Wiederaufbaufond ELER mit einer Fördersumme von 100 Prozent der förderfähigen Gesamtausgaben.

Auch wenn die Förderrichtlinien noch nicht feststehen, so hofft Arendsees Bürgermeister Norman Klebe, in den Genuss der begehrten 100-Prozent-Förderung zu kommen. Konkret denkt er dabei an den Neubau eines Feuerwehrhauses in Fleetmark. „Die notwendigen Aufgaben jedenfalls sind vor Ort erledigt worden“, sagte Klebe im Gespräch mit der AZ. Dies hatte Carsten Borchert, Landtagsabgeordneter der CDU aus Jübar, bei einem Treffen Ende Mai von der Einheitsgemeinde gefordert.

Auch der Standort für das Projekt stehe bereits fest. Das Gebäude soll gegenüber der Grundschule in Fleetmark erstellt werden. Das Gelände befindet sich in städtischem Besitz. „Deshalb können wir dort so bauen, wie wir es brauchen“, macht Klebe deutlich, der sich dabei allerdings „auf das Wesentliche konzentrieren will“.

Ursprünglich hatte es einmal den Plan gegeben, am derzeitigen Standort am Lindenplatz in die Infrastruktur zu investieren. Doch davon scheinen sich Politik und Verwaltung inzwischen verabschiedet zu haben. Klebe: „Das ist zu teuer.“ Außerdem: Am alten Standort sehen Feuerwehr und Gemeinde keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr. Die Fahrzeuge stehen hintereinander, die Räumlichkeiten sind nicht abgetrennt.

Deshalb strebt Klebe einen Neubau mit einer Breite an, die den entsprechenden Platz für drei Fahrzeuge sowie verschiedene Räume unterschiedlicher Nutzung bietet. Es solle ein „vernünftiges Paket geschnürt werden, das für die gesamte Region Arendsees wichtig ist“. Die Kosten für das Projekt bezifferte der Rathauschef auf „zwischen 1,2 und 1,5 Millionen Euro“.

Bereits im März hatte das Ministerium die Kommunen darüber informiert, dass Gemeinden oder Gemeindeteile mit einer Größe bis zu 10 000 Einwohnern mit ELER-Mitteln (Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums, kurz ELER) gefördert werden können. Das Geld stehe für kleinere Feuerwehrhäuser mit wenigen Stellplätzen zur Verfügung. Nicht nur Klebe meint deshalb, dass das Fleetmarker Projekt gute Chancen habe.

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