Gedankenspiel: Wie lässt sich der Arendseer Wasserstand erhöhen

Millionen Badegäste könnten helfen

Die „Queen Arendsee“ an ihrer Anlegestelle.
+
Das Fahrgastschiff „Queen Arendsee“ müsste aus dem Wasser – aber der Wasserstand reicht noch lange nicht aus.

Die Aufgabe scheint mit der Natur nicht zu machen zu sein: Die „Queen Arendsee“ muss aus dem Wasser, muss ins Trockendock, um den TÜV zu bekommen. Doch der Wasserstand ist zu niedrig.

Arendsee (von Harry Güssefeld) – Der Wasserstand des Arendsees hatte sich zwischenzeitlich erhöht, es fehlten aber immer noch gut 14 Zentimeter, um die „Queen Arendsee“ herauszubekommen. Kapitän Ralf Porath musste nun aber erkennen, dass der jüngst geschmolzene Schnee diese fehlende Wasserhöhe nicht ausgleichen konnte.

Wie nun weiter? Die Slipanlage kann nur genutzt werden, wenn genügend Wasser ein Ziehen der „Queen“ auf die Transportwagen möglich macht. Ein Kran war dann die Überlegung, die dann auch verworfen wurde. Die Leute, die sich damit befassen, sind mit ihrem Latein am Ende. Hoffen und Beten, dass der Regen kommt, wird nichts bringen.

Wie bekommt man nun den Wasserstand so hoch, dass die „Queen“ doch aus dem Wasser kommt? Das Zauberwort heißt Massenbadetag. Wenn es gelingen würde, viele, sehr viele Menschen an den Arendsee zu locken und sie zu überzeugen, ins Wasser zu gehen, damit der Wasserspiegel steigt, dann könnte die „Queen“ aus dem Wasser gezogen werden.

Bei einer Wasseroberfläche von 5,16 Quadratkilometern und einem Fehlbedarf an Wasser in Höhe von 14 Zentimetern werden – die AZ konnte es erst nicht glauben – 9 632 000 Menschen benötigt, um genügend Wasser zu verdrängen. Angenommen werden Personen, die durchschnittlich 75 Kilogramm wiegen. Also Kinder und Erwachsene. Und wenn es noch gelingen würde, dass alle auf Kommando den Kopf eine Weile unter Wasser halten, würden noch einige Millimeter gewonnen. Hätten eigentlich so viele Menschen Platz? Ja – pro Quadratmeter Wasseroberfläche wären es zwei Personen. Es würde also eng werden.

Aber wie es so mit den Ideen der heutigen Zeit ist: So viele Menschen werden nicht nach Arendsee kommen können. Aber nur deshalb, weil es zu wenig Parkplätze gibt. Und so müssen die Arendseer also weiter auf den ersehnten Regen hoffen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare