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Der guten Tourismussaison stehen einige Verbesserungswünsche gegenüber

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Von: Jens Heymann

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Infotafel am Strandbad in Arendsee
Abends werde in Arendsee zu schnell geschlossen – das ist die Meinung einiger Tourismusanbieter in der Seestadt. Gemeint sind beispielsweise die Öffnungszeiten des Strandbads. Aber auch die Gastronomie wurde genannt. © Heymann, Jens

Im Mehrzweckgebäude des Integrationsdorfes Arendsee (IDA) am Harper Weg hatten sich am Dienstagabend Spitzen aus Tourismus, Verwaltung und Politik eingefunden, um die diesjährige Saison auszuwerten.

Arendsee – Nach den gebeutelten Corona-Jahren ist es 2022 wieder stark aufwärtsgegangen. Die Luftkurort-GmbH präsentierte dazu Zahlen, andere lokale Akteure wie IDA und das Kinder- und Jugenderholungszentrum Arendsee (KiEZ) gaben kürzere Einschätzungen ab.

So gut das Jahr also im Großen und Ganzen gewesen ist, gelte es doch, noch mehr aus den Möglichkeiten zu machen, so Stimmen. Dies bestimmte die weitere Diskussion am Dienstag im IDA.

Ein Kernaspekt ist die Verfügbarkeit von Unterhaltungsmöglichkeiten am Abend. In einer kleinen Stadt wie Arendsee werden die Bürgersteige wenig verwunderlich früher hochgeklappt als in einer großen Stadt.

Sie müsse ihren Gästen sagen, sie sollen früher essen gehen, meinte etwa die jüngst mit dem Wirtschaftspreis ausgezeichnete Campingplatzbetreiberin Bettina Hüls (wir berichteten). Daianira Leja (IDA) wiederholte ihren bereits bekannten Wunsch, dass der See länger zugänglich bleiben müsse. Keiner ihrer Gäste beschwere sich über das Zahlen des Eintritts, wohl aber, dass schon lange vor Sonnenuntergang das Badevergnügen beendet ist. Dieser „Zauntourismus“ müsse weg. Leja schlug vor, entweder einen bestimmten Bereich ohne Zugangsbeschränkungen zu schaffen oder die Öffnungszeiten des Strandbads bis zum Sonnenuntergang zu verlängern. Von Stadt- oder GmbH-Seite wurde dies nicht weiter kommentiert. Deren Einwände sind ohnehin bekannt: Personal, Kosten, Aufsichtspflicht, Haftung usw.

Ein weiterer Diskussionspunkt drehte sich um das Kulturportal. Der dortige Veranstaltungskalender wird offenbar noch immer nicht von allen genutzt. Was aus GmbH- und Stadtsicht schade sei, wie es hieß. Denn was nicht bekannt sei, könne letztlich auch nicht beworben werden.

Der dritte Aspekt, an dem in Arendsee offenbar noch gearbeitet werden muss, ist der Austausch von Informationen. Dass etwa die Touristinfo der Stadt in der Saison auch am Sonnabend geöffnet ist, scheint sich noch nicht bis zum Campingplatz an der Lüchower Straße herumgesprochen zu haben. Daianira Leja appellierte an die anwesenden Touristiker, sich mehr um für ihre Gäste wichtige Informationen zu kümmern und Branchentreffen, wie sie beispielsweise vom Altmärkischen Regionalmarketing- und Tourismusverband auch in Arendsee angeboten werden, wahrzunehmen. Diesen Gedanken griff der Vorsitzende der Versammlung im IDA, Jens Reichardt (Arendsee-Land / Freie Liste) am Ende wenig überraschend noch einmal auf. Vielleicht sei ein neues Format für die Tourismusakteure notwendig, um sich zu besprechen und strukturierter aufzutreten, meinte er.

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