BI: „Es droht Gefahr“

Arendsee: Genehmigung für Suche nach Gas und Erdöl sorgt für Unruhe

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Vor dem „Deutschen Haus“ in Arendsee wurde gegen neue Öl- und Gasförderung demonstriert. 

Arendsee – Sich gegen mögliche neue Bohrungen nach Gas und Erdöl zu wehren – darum ging es den Organisatoren der Infoveranstaltung am Dienstagabend in Arendsee.

Eingeladen hatten die Bürgerinitiative „Saubere Umwelt und Energie Altmark“ und die Ortsgruppe „Fridays for Future“. Grund der Veranstaltung: Zufällig sei der BI bekannt geworden, dass das Landesbergamt (LAGB) ein Gebiet von 172 Quadratkilometern rund um Arendsee (vom LAGB „Erlaubnisfeld Thielbeer“ genannt) zum 1. Juli zur Suche nach Erdöl und Erdgas für fünf Jahre freigegeben hat.

Das brachte nun die Umweltschützer auf den Plan. Sie wollen deutlich machen, welche Gefahren einst durch die Erdöl- und Gasförderung in der Altmark zu DDR-Zeiten auftraten und nun wieder zu erwarten seien. Ganz klare Aussage in Arendsee: Das solle verhindert werden.

Dass die Genehmigung zur Suche nicht mit den Regionen und ihren kommunalen Vertretungen abgesprochen war – und diese nicht informiert wurden – das ärgert Arendsees Bürgermeister Norman Klebe. Er wisse nun, dass sich die Region Gartow dagegen wehren will – auch sie würde betroffen sein.

Beispiel: Grundstücks- und Bodenbesitzer sollen die Überfahrten zu Bohrstellen versagen, rieten die BI-Vertreter. Unverständnis herrschte darüber, dass die Politik Gas und Öl als fossilen Brennstoff in Zukunft ablehne, gleichzeitig aber Unruhe durch derartige Genehmigungen erzeugt werde. Norman Klebe will die Problematik im Stadtrat diskutieren. Das Gremium könne sich dann positionieren. (morgen mehr)

VON HARRY GÜSSEFELD UND ECKEHARD SCHWARZ

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