Arendsee: Hilflosigkeit im Ausschuss

Das ewige Warten auf Stellplätze

Menschen sitzen vor Wohnmobilen
+
Wohnmobil-Urlaub ist im Kommen.

Seit 2015 ist ein Wohnmobilpark direkt am See ein Thema. Eine tolle Idee, meinte man damals in Arendsee. Und verweigerte einem möglichen Privatinvestor, das Vorhaben in die eigenen Hände zu nehmen.

Arendsee (von Harry Güssefeld) – Einen Wohnmobilpark errichten - das könne man allein und ohne Investor, hieß es vor einigen Jahren in Arendsee. 2017 folgte dann der feste Entschluss, es endlich zu packen. Zwischenzeitlich hatte die Luftkurort-Arendsee-GmbH erklärt, die Sache in Angriff zu nehmen. Das gelang nicht – aber das Steuer ergriff auch niemand sonst.

Alles plätscherte dahin, irgendwie hangelten sich Verwaltung und Stadträte von Sitzung zu Sitzung. Um wieder mal zu erklären, wie wichtig doch so ein Park in diesen Zeiten wäre. Solvente Wohnmobilnutzer würden für einen Blick auf den Sonnenuntergang – auf dem Hubbett im vollintegrierten Luxusmodell liegend – gute Preise zahlen, hieß es.

Am Mittwoch wurde wieder darüber gesprochen. Wieder einmal erlebten Zuhörer, wie hilflos Stadtrat und Verwaltung sind, wenn es um die Umsetzung des Planes Wohnmobilstellplatz geht. Aus einer Situation „Wünsch Dir was“ heraus forderten einige Stadträte, nun aber endlich das umzusetzen, was man wolle. Die Verwaltung in Person von Hauptamtsleiter Michael Niederhausen sprach von „Schwierigkeiten hinsichtlich des Naturschutzes“ – und als Ausschussvorsitzender Jens Reichardt schon gar eine Kalkulation von der GmbH forderte, da waren alle überfordert. Es sei noch zu bemerken, dass die CDU /SPD-Fraktion im vergangenen Jahr mit einem Antrag aufgewartet hätte, bis Dezember die Stellplätze zu errichten. Bekanntlich ist bald März.

Stadtrat Matthias Goyer sieht die Stellplätze für die GmbH als existenziell an. Druck müsse gemacht werden, dass die vielen Camper, die vielleicht kommen, in Arendsee bleiben, sagte er. Die Zeit läuft.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare