Zeit von Kreide und Schwamm scheinen vorbei

Arendsee erhält Fördermittel für Digitalisierung: Über 120.000 Euro für zwei Schulen

Bürgermeister Norman Klebe zeigt zwei Fördermittelbescheide
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Bürgermeister Norman Klebe präsentiert zwei Fördermittelbescheide
  • vonBeate Achilles
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Die Zeit der Kreide und des Schwammes in den Schulen scheint vorbei. Und auch die Hinweise von Medizinern, dass vor allem Kinder nicht unbegrenzt auf Bildschirme schauen sollen, weil das ungesund sei. Doch ungeachtet dessen wird die Digitalisierung vorangetrieben. Zur Freude auch des Bürgermeisters Norman Klebe, der jetzt zwei Fördermittelbescheide für die Grundschulen in Arendsee und Fleetmark präsentierte.

Darin werden für Fleetmark 60 660 Euro und für Arendsee 61 747 Euro zugesagt. Auch bei diesen Fördermittelbescheiden muss Arendsee zehn Prozent als Eigenmittel zuzahlen. Das geht eigentlich nur, wenn es einen bestätigten Haushalt gibt. Doch es geht auch so, wie Norman Klebe gestern deutlich machte. Mit dem Landkreis sei das geklärt worden. Angesichts der bevorstehenden Absegnung des Haushaltes 2021 noch in diesem Monat sei die Zusage gekommen, die Fördermittel einsetzen zu können.

Was wird es für die beiden Schulen geben? Es geht in beiden Einrichtungen um ein WLAN für die jeweiligen Komplexe und die Anschaffung von digitalen Tafeln – vier sollen in Fleetmark und fünf in Arendsee aufgestellt werden. Dazu gibt es für jede Schule 55 Windows-Endgeräte, weil „die gut kompatibel mit den Tafeln sind“, wie der Bürgermeister bemerkte.

Beide Schulen erhalten Glasfaseranschlüsse durch die Telekom. Fleetmark in Kürze, in Arendsee dauert es noch eine Weile. „Wir denken, dass zum neuen Schuljahr alles komplett fertig ist“, hieß es gestern.

Die Schüler müssen sich dann auf neue Lernmethoden einrichten. Und die Lehrkräfte? Die seien schon im Vorfeld, im November, geschult worden, meint Klebe. Es ging e vor allem um die Pädagogen, die zuerst den Kontakt mit den neuen Medien haben werden.

Klebe freute sich nach längerer Zwangspause, wieder im Rathaus zu sein. Er freute sich über das Geld, das die Schulen auf den anvisierten digitalen Weg bringen wird. Schnelles und ausreichend vorhandenes Internet sei Voraussetzung dafür, dass die jungen Menschen auch in der ländlichen Region bleiben können. Für die Offensive, die in den deutschen Schulen initiiert wird, gebe es keine andere Alternative. „Schauen wir nach China oder in die USA, der Weg in die digitale Welt ist nicht aufzuhalten. Da sind wir auch gezwungen, unsere Kinder entsprechend auszurüsten und fit zu machen“, betonte Norman Klebe in der frühmorgendlichen Runde.

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