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Entwicklungskonzept für Arendsee wird vorangetrieben

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Von: Jens Heymann

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Die Einheitsgemeinde Arendsee erstellt derzeit mit externen Partnern ein Entwicklungskonzept für die Zukunft.
Die Einheitsgemeinde Arendsee erstellt derzeit mit externen Partnern ein Entwicklungskonzept für die Zukunft. Schwerpunkte sind bereits identifiziert worden. Vor allem der Tourismus soll einen großen Platz einnehmen. © Heymann, Jens

Wohin soll es mit der Einheitsgemeinde Arendsee gehen? Über diese Frage wird seit einigen Monaten mehr oder weniger intensiv beraten. „Es haben sich einige Schwerpunkte herausgebildet“, erklärte Bürgermeister Norman Klebe zuletzt über den Sachstand des sogenannten IGEK-Prozesses. IGEK bedeutet Integriertes Gemeindliches Entwicklungskonzept.

Arendsee – Tourismus, Soziales, Wirtschaft und Landwirtschaft sind die Schwerpunkte, von denen der Stadtchef sprach. Kurz und knackig müsse das Leitbild Arendsees sein.

In den bereits stattgefundenen Ortsgesprächen in den Dörfern haben sich ebenfalls Themen herauskristallisiert. Die Leute dort schätzen demnach die Ruhe und die Natur. Die Dorfgemeinschaftshäuser sollten auf jeden Fall erhalten bleiben. Ein Problem sei die Überalterung. Bemängelt wurden die geringen Ortsmittel, viele Zweitwohnsitze und der eine oder andere Sanierungs- bzw. Investitionsbedarf. In der Kernstadt Arendsee dreht sich vieles um den Tourismus, auch wenn offenbar wenig Wert auf massenhaften Besuch gelegt wird. Die Anbieter sollen besser zusammenarbeiten, Radwege ausgebaut und an der Außendarstellung gearbeitet werden. Die Ergebnisse sind im Detail auf der Internetseite der Stadt Arendsee nachlesbar – unter dem Punkt Gemeinde / Fördermaßnahmen.

Der angesprochene Aspekt Überalterung geht einher mit dem Wegzug junger Menschen. Die Neue Zürcher Zeitung aus der Schweiz hat vor wenigen Tagen diesbezüglich einen Artikel veröffentlicht. Darin heißt es, dass der Altmarkkreis Salzwedel nach dem Ilm-Kreis in Thüringen den zweitgrößten Mangel an jungen Frauen im gesamten Osten hat (126 Männer zu 100 Frauen). Es sei – im negativen Sinne – europaweit einzigartig, was in den vergangenen drei Jahrzehnten in den ostdeutschen Bundesländern passiert sei.

Bürgermeister Klebe hat derweil die Rückkehrer ab 30 Jahren im Blick. Von denen gebe es „eigentlich viele“. Da könne Arendsee etwas vorweisen – von der Kita-Struktur bis zum günstigen Bauland. Und am Internet wird bekanntlich gearbeitet.

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