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Arendsee: Energie und Wärme sind wieder Thema in der Stadt

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Von: Jens Heymann

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Jennifer Lemke (stehend), Mitarbeiterin der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt, stellte jüngst im Arendseer Wirtschaftsausschuss deren Arbeit vor.
Jennifer Lemke (stehend), Mitarbeiterin der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt, stellte jüngst im Arendseer Wirtschaftsausschuss deren Arbeit vor. Dabei kamen auch alte Themen wie Geothermie erneut zur Sprache. © Heymann, Jens

Die Jahre werden immer wärmer, die Treibhausgasemissionen sollen bis 2030 fast halbiert werden. Über die Herausforderungen der Wärmeversorgung ist in der Einheitsgemeinde Arendsee lange Zeit nebenbei und nun aufgrund der aktuellen Großlage zunehmend akuter gesprochen worden.

Arendsee – Mit der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt, kurz LENA, gibt es im Land eine Institution, die Kommunen in solchen Fällen helfen kann. Nach der Magdeburger Helionat-Genossenschaft bereits der nächste Akteur innerhalb kurzer Zeit, der im Rahmen des Wirtschaftsausschusses in die Seestadt geholt wurde.

Der recht allgemein gehaltene Vortrag von LENA-Mitarbeiterin Jennifer Lemke warf am Ende vielleicht noch mehr Fragen auf, als er beantwortete. „Sollen wir nun etwas verfolgen oder doch eher abwarten?“, fragte Stadtratschef Frank Rossau (Arendsee-Land / Freie Liste) aufgrund einer doch sehr in Bewegung geratenen deutschen Politik. Eine Wärmeplanung sei eine wichtige Sache und sinnvolles Vorgehen, erklärte Lemke. Damit dürfte sie die Ansichten von Ausschussvorsitzenden Jens Reichardt (Arendsee-Land / Freie Liste) unterstützen, der in Hinblick auf lokale Wärme- und Energieversorgung mehr Mut und frühzeitiges Handeln von der Einheitsgemeinde forderte.

Da gibt es in Arendsee auch kritische Stimmen. Er staune über die Selbstverständlichkeit, mit der Maßnahmen wie neue Heizungen in Gebäuden eingefordert werden, meinte Thomas Schlicke (Linke) in Richtung LENA. Denn die breite Masse müsse die (finanziellen) Konsequenzen tragen; das gehe nur gemeinsam, woran er Zweifel habe.

Bürgermeister Norman Klebe erinnerte an die Versuche der Stadt in Sachen Geothermie. Vor Jahren seien die möglichen Investitionskosten für Arendsee ohne Partner zu hoch gewesen, Gas und Öl deutlich günstiger. Auch der Anschlusszwang sei ein Hindernis gewesen. „Gibt es bei der Geothermie mittlerweile andere Voraussetzungen?“, gab er LENA-Vertreterin Jennifer Lemke eine Frage mit auf den Weg. Das Energiethema hat Arendsee jedenfalls wieder erreicht.

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