Tägliche Kontrolle angeordnet

Arendsee: Es ist doch wieder die Blaualge

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Es ist die Blaualge. Und das Gesundheitsamt ordnet ein Badeverbot an.

Arendsee – Die große Hoffnung, dass nach der Sperrung des Strandbades am Donnerstag der Badebetrieb am gestrigen Freitag wieder aufgenommen werden konnte, erfüllte sich nicht: Das Gesundheitsamt des Altmarkkreises hatte nach erneuter Überprüfung angeordnet, dass die Einrichtung für Besucher weiterhin geschlossen bleibt.

Denn: Die Wasserqualität hatte sich gestern im Vergleich zu Donnerstag nicht wesentlich verbessert. Die schmierigen grünen Gebilde hatten sich zwar teilweise aufgelöst, doch das Wasser war durchgängig mit grünen Partikeln verunreinigt.

Noch am Donnerstag hatte das Gesundheitsamt nicht bestätigen können, dass es sich um die im Arendsee seit Jahren auftretende Blaualge handelt. Es sollten noch Untersuchungen folgen, aber die Arendseer selbst hatten keinen Zweifel. Und gehen relativ gelassen mit der Situation um. Nicht so die GmbH, die täglich auf Einnahmen verzichten muss – auch wenn aktuell der große Ansturm wegen des kühlen Wetters ausblieb. Neu ist seit gestern, dass das verordnete Badeverbot auch für alle anderen Badestellen am See gilt.

Wann es aufgehoben wird, liege maßgeblich an der Wetterlage. heißt es aus der Kreisverwaltung. Gemeint ist damit auch der Wind, der das belastete Wasser aus dem Strandbad in Richtung Schrampe blasen könnte.

Wer wissen möchte, ob das Bad wieder geöffnet ist, kann sich unter anderem auf der Seite www.altmarkkreis-salzwedel.de informieren.

Maßnahmen gegen die Blaualgen sind im Gespräch. Seit über zehn Jahren wird von einer „Fünf-vor-Zwölf“- Situation gesprochen“, um eine Sanierung mit Aluminiumchlorid zu begründen. Die Maßnahme ist umstritten – und es passierte bislang nichts. So leben die Arendseer mit der Blaualge schon seit Jahrzehnten. „Sie gehört zum See“, sagen die Alten.

VON HARRY GÜSSEFELD

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