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DLRG-Ortsgruppe muss sich vermutlich noch einmal gründen

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Von: Jens Heymann

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Die ursprüngliche Arendseer Ortsgruppe der DLRG
Im Juli 2021 hatte sich die Arendseer Ortsgruppe der DLRG im Integrationsdorf mit Chris Roemer (vorne) als Chef gegründet – dachten alle. Aufgrund einer anfangs fehlerhaften Satzung und internen Reibereien läuft das Prozedere allerdings noch. © Privat

So holprig hat sich Chris Roemer das Gründen einer Arendseer Ortsgruppe der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) sicher nicht vorgestellt. Aber mittlerweile deutet vieles darauf hin, dass das Prozedere noch einmal wiederholt werden muss.

Arendsee – Was ist passiert? Im vergangenen Juli wurde die Ortsgruppe im Integrationsdorf ins Leben gerufen. Mit dem Ziel, insbesondere bei Jugendlichen das Interesse am Rettungswesen zu wecken. Mit dem Hintergedanken, den Badebetrieb am See langfristig abzusichern.

Doch das in Sachsen-Anhalt für das Vereinsregister zuständige Amtsgericht Stendal monierte nach AZ-Informationen einen Fehler in der Satzung der Ortsgruppe. Kein großes Problem, mag sich der zum Vorsitzenden gewählte Roemer zu dem Zeitpunkt gedacht haben. Der Fehler wurde nach Absprache mit dem DLRG-Landesverband korrigiert, und der siebenköpfige Vorstand sollte abschließend dem Gericht die Satzungsänderung per Unterschrift bestätigen. Solange bleibe die Ortsgruppe handlungsunfähig, hieß es zur AZ.

Doch dazu ist es nach Aussage von Chris Roemer nicht gekommen – und wird es vermutlich auch nicht mehr. Denn zwei Gründungs- und Vorstandsmitglieder hätten bislang keine Unterschrift geleistet und seien wohl auch nicht mehr dazu zu bewegen. Der Grund dafür seien unüberbrückbare interne Meinungsverschiedenheiten zwischen Teilen des Vorstandes gewesen, erfuhr die AZ. Das Stendaler Amtsgericht hatte der zu gründenden DLRG-Ortsgruppe noch an Heiligabend des vergangenen Jahres eine Nachfrist bewilligt; die läuft nun ungenutzt ab.

„Ich werde nicht klein beigeben. Die Ortsgruppe wird gegründet“, ist Chris Roemer felsenfest überzeugt. Dann mit einem neuen Vorstand. Sind diese Gründungsschwierigkeiten dann endlich ad acta gelegt worden, kann sich die Ortsgruppe mit ihrer eigentlichen Aufgabe befassen.

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