„Leben vom Kopf auf Füße gestellt“

Geplante Corona-Lockerungen und der Sommer wecken große Hoffnungen bei Veranstaltern und Hoteliers

Landschaftsarchitektin Christa Ringkamp im Garten ihres Landhofes in Neulingen
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Landschaftsarchitektin Christa Ringkamp liebt das Grüne. Der Landhof in Neulingen soll ab 2022 ihr Mittelpunkt werden. Nach dem tristen Corona-Lockdown hofft sie bereits dieses Jahr auf einen guten Veranstaltungssommer.
  • Jens Heymann
    vonJens Heymann
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Mit der Kreissäge wird Holz zerteilt, eine Frau stellt die sogenannten Altmark-Kisten zusammen, und der Teich im Garten erhält eine Sauerstoffzufuhr. Auf dem Landhof in Neulingen ist trotz der Corona-Zwangspause immer etwas zu tun.

Arendsee / Neulingen – Christa Ringkamp zeigt hintereinander alle Ecken des Anwesens – den Marktladen, die Scheunen und zuletzt den Garten. „Jetzt fängt es wieder an“, spielt die Landschaftsarchitektin sowohl auf den beginnenden Sommer als auch auf geplante Veranstaltungen an. Seit Herbst lief nichts mehr in Neulingen. Allein im vergangenen Jahr seien drei große Termine ausgefallen, dazu die Übernachtungen. Im Frühjahr habe es nicht besser ausgesehen. Selbst aktuell herrscht noch Unsicherheit, wie es weitergeht. Die Politik hat große Erleichterungen angekündigt – davon profitiert auch der Landhof.

Die Zeit des Lockdowns hat Christa Ringkamp zum Ausbau der Anlage genutzt. Im Rinderstall soll ein Veranstaltungsraum entstehen; in der Scheune eine Küche. Die Leute würde bereits nachfragen, wann es in Neulingen wieder losgeht. Ende Mai wird nun angepeilt. Im Juli soll im kleinen Arendseer Ortsteil Vogelhochzeit gefeiert werden, ein ungewöhnliches musikalisches Ereignis. Auch eine Modenschau sei in dem Monat geplant, heißt es. Christa Ringkamp ist zuversichtlich, dass der Sommer gut laufen wird. Wenngleich niemand in die Glaskugel schauen könne, sagt sie.

Im Zentrum von Arendsee sind die Gerüste mittlerweile wieder verschwunden. Im „Deutschen Haus“ ist modernisiert worden. Fassade, Zimmer, Terrassen, Fußböden, Wände, Türen, Möbel. In den vergangenen Monaten sei bautechnisch mehr gemacht worden als sonst in zehn Jahren, heißt es aus dem Haus.

„Gott sei Dank“, sagt Seniorchef Burghard Bannier dreimal über die angekündigten Erleichterungen. „In zwei Tagen hat sich das Leben vom Kopf wieder auf die Füße gestellt.“ Über Pfingsten wolle er die Terrasse öffnen, ab Juni soll es in den normalen Betrieb gehen – unter Beachtung aller Auflagen. „Wir werden alles machen, was notwendig ist“, sagt Bannier und fügt an, viele Tests beschafft zu haben. Zurück in die Zeit des Lockdowns könne und wolle er sich nicht vorstellen. Dazu hat er eine Forderung an die Politik: dafür zu sorgen, dass die Leute geimpft werden. Übrigens: Am Mittwoch, 26. Mai, plant Landrat Michael Ziche eine Online-Konferenz mit Gastronomen und Hoteliers zu Öffnungsstrategien. Burghard Bannier hat sich angemeldet.

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