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Campingplatz, Personal, Miete – GmbH will in Arendsee genau hinschauen

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Von: Jens Heymann

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Auf dem Campingplatz Arendsee
Auf dem Campingplatz Arendsee sollen laut Luftkurort-GmbH künftig angepasste Regeln gelten. © Heymann, Jens

Der Plan war bereits bekannt, nun hat Claudia Schulz, die Luftkurort-Arendsee-GmbH-Chefin, ihren Zahlen für 2022 und darüber hinaus auch einige Erläuterungen nachgeschoben. Das tat sie am Mittwochabend im Arendseer Rathaus im Verlauf des dort tagenden Wirtschaftsausschusses.

Arendsee – Wie die AZ schon aus dem Wirtschaftsplan berichtet hatte, soll für den Campingplatz eine Pkw-Kennzeichenüberwachung eingerichtet werden. Wie Schulz erörterte, hätten in der Vergangenheit zu viele Autos die Schranke passiert und mitunter anschließend Rettungswege blockiert. Perspektivisch sollen ohnehin alle Fahrzeuge vom Campingplatz auf einen Parkplatz verbannt werden und nur zum Be- oder Entladen auf das Gelände dürfen. Eine Umfrage unter den Campern habe eine positive Resonanz zur Folge gehabt, hieß es.

Wie Claudia Schulz weiter ausführte, werden aktuell sämtliche Pachtverträge überprüft. Im Wirtschaftsplan wird beispielsweise angedeutet, dass auf vermietete Räume auf dem Campingplatz ein besonderes Auge geworfen werden soll. Mit der möglichen Konsequenz, sich die Miete für das „Haus des Gastes“ sparen zu können.

Auch bei der Preisstrategie soll es künftig anders laufen. Claudia Schulz erklärte im Ausschuss etwa, dass Stellplatzgröße und Personenanzahl nun eine Rolle spielen. Bislang sei es egal gewesen, wie viele Menschen sich auf dem Platz aufhielten.

Die GmbH-Chefin ging außerdem genauer auf die Personalsituation ein. Im Wirtschaftsplan steht beispielsweise, dass sich die drei durch die Arbeitsagentur geförderten Arbeitskräfte im Grünbereich nicht bewährt hätten. Diese seien nicht in der Lage, selbstständig zu arbeiten, was den Zwecken der GmbH zuwiderlaufe. Schulz und ihre Mitarbeiterin Sonja Nowak hätten die drei ganzjährig Angestellten permanent überprüfen müssen –auch im Winter, wenn das GmbH-Personal eigentlich Überstunden abbaut und wenig vor Ort ist. Diese Art von Mehrbelastung könne der Betrieb nicht gebrauchen, so das Fazit. Die Luftkurort-Arendsee-GmbH wolle einen „deutlichen Sprung nach vorn“ machen, hieß es.

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