1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Arendsee

Bis Ende Januar soll es nun mit dem Glasfaserausbau klappen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jens Heymann

Kommentare

Das Infomobil für den Glasfaserausbau auf dem Marktplatz in Arendsee
Das schlechte Wetter hielt Interessenten für einen Glasfaseranschluss nicht davon ab, das Infomobil auf dem Arendseer Marktplatz zu besuchen. © Heymann, Jens

Die magische Zahl lautet 600. In etwa so viele Vorverträge müssen abgeschlossen werden, damit Arendsee und einige andere Orte ein Glasfasernetz bekommen. Längst ist es in der Seestadt ein offenes Geheimnis, dass diese Zahl nach einem Monat Werbung noch nicht erreicht worden ist.

Arendsee – „Wir gehen in die Verlängerung“, verkündete daher Arendsees Bürgermeister Norman Klebe unter der Woche gegenüber der AZ. Bis Ende Januar soll nun die Quote von 50 Prozent zusammenkommen, damit sich der Ausbau für den Dienstleister DNS:Net auch rechnet.

Der Stadtchef war am Dienstagabend in der Sache unterwegs – zunächst in Schernikau, anschließend in Arendsee. Die Chance auf zukunftsfähiges Internet soll nicht ungenutzt bleiben, betont Klebe immer wieder und setzt sich entsprechend für die Sache ein.

Gleichzeitig machen sich die Verantwortlichen Gedanken darüber, woran es liegen könnte, dass sich offenbar viele Arendseer bedeckt halten. „Wir haben bei den Infoveranstaltungen gemerkt, dass es schon zwei Akquisephasen gegeben hat“, spielt Norman Klebe auf vergangene Vorvertragsrunden an. Da habe sich vermutlich eine gewisse Zurückhaltung entwickelt. Eine Vermutung, die der AZ schon von mehreren Seiten zugetragen worden ist. Manche Einwohner hätten auch behauptet, noch gar nichts von der Ausbauaktion gewusst zu haben – trotz überall sichtbarer Werbung und entsprechender Medienpräsenz, berichtet der Bürgermeister etwas ungläubig. Immerhin: Nachdem die AZ vor eineinhalb Wochen über den suboptimalen Zwischenstand der Situation berichtet hatte, soll wieder mehr Bewegung in die Sache gekommen und die Anzahl der Vorverträge nach oben geschnellt sein.

Das notwendige Papierwerk gibt es im Rathaus; und auch das Infomobil soll weiterhin auf dem Marktplatz stehen. Genaue Zeiten konnten der AZ allerdings noch nicht mitgeteilt werden. Wer sich für Glasfaser interessiert, kann im Übrigen auch einen sogenannten Kaltanschluss – also ohne Vertrag und Geräte, aber mit zusätzlichen Ausbaukosten – nehmen.

Sollte es am Ende trotz aller Anstrengungen mit der Mindestquote nicht klappen, bleibe die Ausgangslage wie gehabt, sagt Stadtchef Klebe. Daran denken wolle er nicht.

Auch interessant

Kommentare