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Chris Roemer zufrieden mit Weihnachts- und Silvesteraktion für die, die sonst alleine wären

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Von: Jens Heymann

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Weihnachten in „Gerdi´s Eiscafé“ in Arendsee
Weihnachten (Foto) und Silvester kamen in „Gerdi´s Eiscafé“ einige Personen zusammen (2-G-Regelung), die das Fest bzw. den Jahreswechsel sonst alleine verbracht hätten. © Privat

Eine „super coole Sache“ – so lautet das Fazit von Chris Roemer über seine Weihnachts- und Silvesteraktion. An beiden Tagen hatte er in seinem Café an der Friedensstraße in Arendsee jeweils rund zehn Menschen bewirtet, die das Fest und den Jahreswechsel ansonsten aus unterschiedlichen Gründen alleine verbracht hätten. In diesem Jahr wolle er diese Art von Treffen wiederholen, erfuhr die AZ. Und falls es bis dahin die Corona-Pandemie zulasse, dann auch gerne mit mehr Leuten.

Arendsee – Einer der Teilnehmer am Treffen zu Heiligabend war der Arendseer Gerhard Vogelsänger. Der 74-jährige Rentner wohnt ganz in der Nähe. Weil seine Lebensgefährtin am 24. Dezember in Salzwedel zu tun hatte, meldete er sich bei Chris Roemer an.

Der ehemalige Koch war für den Abend ein Glücksgriff, wie sich später herausstellte. Gekonnt zerlegte er in Vertretung für den Gastgeber das Geflügel.

Die anderen Personen, mit denen er in „Gerdi´s Eiscafé“ zusammensaß, kannte er höchstens vom Sehen, blickt Gerhard Vogelsänger – übrigens Katzenfreund – nun nach Neujahr zurück. Aber am Ende des Abends hätten sich alle besser kennengelernt, beantwortet er die entsprechende Nachfrage der AZ. Am Abend hätten sich alle geduzt; ein Plus für die Atmosphäre. Keiner sei eingebildet gewesen, berichtet der Arendseer. Für den 74-Jährigen interessant: Es war eine Frau mit dabei, die wie er den grünen Daumen hat. „Züchtungsverwandtschaft“, nennt es der Rentner, der in seiner Wohnung unter anderem Apfelsinen aufzieht.

Mittlerweile sei er von vielen Leuten auf die beiden Abende angesprochen worden, erzählt unterdessen Veranstalter Chris Roemer. Diese waren kostenlos; Spenden konnten gegeben werden. Auch er kannte nicht alle Gäste. Der eine oder andere kam zudem von außerhalb. Chris Roemer könnte sich vorstellen, künftig eine Art Fahrservice für diejenigen zu organisieren, die nicht mehr gut zu Fuß sind. Für Gerhard Vogelsänger sei der kurze Weg perfekt gewesen.

Der Rentner sponserte den Weihnachtsschmuck für den Baum. Er hat außerdem noch eine ungenutzte Spielekiste, die er zur Verfügung stellen könnte. Und eine ganze Ladung alter Single-Schallplatten – vielleicht geeignet für einen Oldieabend.

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