Angestoßen wird offiziell Mitte Januar / Noch kein Name gefunden

Arendsee-Bier reift schon in den Fässern

Jörg Müller beim Einmaischen des Malzes in den Kupferkesseln. Mittlerweile ist das Bier fertig, es reift in den Fässern und soll als 100-prozentiges Arendsee-Getränk mit für die Region werben. Zunächst wird es ein Pils geben, das noch Brauhaus-Bier heißt. Foto: Güssefeld

Arendsee. „Arendsee-Pils“, „Müller-Ahrend-Bräu“, „Schramper Lager“, „Maränen-Tropfen“ oder „Gustav-Nagel-Goldquell“ – nur einige der Namen, den das in Arendsee gebraute Bier tragen könnte.

Nach der Ankündigung des Ehepaares Anja Baars und Jörg Müller, ein solches Bier brauen zu wollen, ist es nun geschafft. „Wir haben gebraut und können das Ergebnis in Kürze präsentieren“, so Müller. Anders als die so genannten Arendsee-Spirituosen, die den Namen der Stadt tragen, wird dieses Bier tatsächlich in Arendsee entstehen. Auf dem Gebiet der Einheitsgemeinde, in der Gemarkung Schrampe. „Dass es keinen Namen hat, ist noch nicht so schlimm, Vielleicht kommen die Ideen beim Genuss“, hieß es gestern. Es soll einen markigen Namen bekommen, einen der sich einprägt und mit dem man für die Region werben kann. So wie derzeit mit der Maräne – oder in Salzwedel mit dem Baumkuchen und in Osterburg mit dem Spargel. Alles kulinarische Köstlichkeiten, die Urlauber anregen, diese Regionen auch mal zu besuchen. Und weil noch kein Name gefunden wurde, wird ab dem 13. Januar erst einmal „Brauhaus-Bier“ in der Karte stehen.

Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1516, darauf wird geachtet. „Wird dieses Bier auch mal in Flaschen angeboten?“, wollte die AZ wissen. Dazu gab es gestern eine klare Aussage: Nein. Die Menge sei nicht so groß, so dass es ein Bier sein wird, ein Pils, das nur im Hause ausgeschenkt wird. Im Sommer soll, wie angekündigt, ein Weizenbier folgen.

Der Hobbybrauer hatte bereits in seiner niedersächsischen Heimat Bier gebraut. Und auch am Arendsee geschehe alles nach Recht und Gesetz, denn das wacht auch über die Menschen, die irgendwie Alkohol erzeugen und damit handeln wollen.

Das Wasser aus der Leitung wird für die Bierproduktion genutzt. Wasser aus dem Arendseer Wasserwerk, also Arendseer Grundwasser, welches von zwei unabhängigen Laboren extra untersucht wurde.

Anja Baars sieht in dem Bier auch ein gesunde Komponente. Ein Liter Bier enthält 45 Prozent des täglichen Bedarfs an Magnesium, zudem Vitamin B und Kohlenhydrate. Auch Kalium ist enthalten.

Das Bier reift in Fässern. Jörg Müller ist sich inzwischen sicher, dass ihm der Clou gelungen ist. Viele Spaziergänger fragten gestern – und wurden auf den 13. Januar vertröstet. Dem Tag des Eisbadens.

Von Harry Güssefeld

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