Zwischen Pandemie-Alltag und Weihnachten

Vorgezogener letzter Schultag in Arendsee

Abschlussfrühstück zum Jahresende in der Fontane-Schule in Arendsee. Schulleiter Thomas Schlicke gibt den Weihnachtsmann.
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Der Weihnachtsmann drohte mit der Rute. Aber dazu hatte Schulleiter Thomas Schlicke eigentlich keinen Anlass. Stattdessen gab es später kleine Präsente.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Am letzten Schultag in diesem Jahr brachte Thomas Schlicke eine Rute mit. Der Direktor der Arendseer „Theodor Fontane“-Schule stattete Schülern als Weihnachtsmann verkleidet einen Besuch ab. Diejenigen, die sich das Jahr über um Schülerfirma, Vögel oder Fußballtrikots gekümmert hatten, bekamen aber keine Bestrafung, sondern ein Dankeschön-Frühstück nebst kleinem Geschenk. Schule sei mehr als nur Unterricht, erklärte Schlicke – und diese Schüler hätten das gezeigt.

Arendsee – Das Hin und Her der Corona-Pandemie macht sich immer mal wieder im Schulalltag bemerkbar. Aber, so der Eindruck, ebenso Gelassenheit und Routine. Dass durch den vorgezogenen Ferienstart zwei Unterrichtstage wegfallen, kann Direktor Schlicke vermutlich verschmerzen. Von angefangenen Wochen halte er ohnehin nicht viel – außer zum Schuljahresbeginn, wenn Organisatorisches geklärt werden muss. Natürlich verpassen die Schüler zwei Tage, sagt der Schulchef. Schwerwiegender als der Unterrichtsausfall sei aber die fehlende Gelegenheit, soziale Kompetenzen zu vermitteln. Dies biete sich gerade in der Weihnachtszeit an.

Die Masken- und tägliche Testpflicht nehmen die Schüler hin. Sie finden sich damit ab und akzeptieren das auch, fasst Schlicke zusammen. Einzelfälle gebe es immer, auch bei der derzeit ausgesetzten Präsenzpflicht. Nur ganz wenige Schüler seien nicht in der Schule.

Die Schüler der Dankeschön-Runde verabschiedeten sich nach und nach in den Unterricht. Vor ihnen liegt Weihnachten und dann ein ganz neues Jahr.

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